UNESCO-Welterbe in Thüringen

Kultur. Natur. Geschichte.

Zeugnisse einzigartiger Kultur und ein Urwald im Herzen Deutschlands – die Thüringer UNESCO-Stätten erzählen spannende und berührende Geschichten. Auf der Wartburg in Eisenach übersetzte Martin Luther das Neue Testament, die Ensembles Klassisches Weimar und Bauhaus in Weimar spannen den Bogen vom Mittelalter zur Moderne, im Nationalpark Hainich darf die Natur noch Natur sein. Erfurt bewahrt besonders wertvolle Zeugnisse jüdischen Lebens und hat sich auf den Weg gemacht, die Liste des Welterbes zu bereichern.

Welterbe in Thüringen

Bauhaus UNESCO-Welterbestätten in Weimar

Old but gold

Mehr als 100 Jahre ist es her, dass die wichtigste Kunstschule des frühen 20. Jahrhunderts in Weimar ihren Betrieb aufnahm. Gründervater Walter Gropius hätte damals sicher nicht geahnt, dass die revolutionären Bauhausideen die Welt erobern und bis heute Einfluss auf die Entwürfe vieler Architekten und Designer nehmen würden. In ganz Thüringen findet man authentische Bauhaus-Schauplätze. Weimar sollte dabei weit oben auf der „Must-See“ Liste stehen, denn hier warten drei Bauhaus-Stätten, die seit 1996 zum UNSECO-Welterbe gehören.
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek in Weimar, Rokokosaal
Weltkulturerbe in Weimar

Ein Klassiker in Szene gesetzt

In Weimar reihen sich die Welterbestätten dicht aneinander. Insgesamt verzeichnet die Kulturstadt 19 UNESCO Welterbestätten. Das Ensemble des „Klassischen Weimars“ umfasst 16 Objekte, während auf der Liste „Bauhaus und seine Stätten in Weimar, Dessau und Bernau“ 3 Objekte aus Weimar stehen. In Weimar wohnt die Kultur, hier atmet jede Ecke Literaturgeschichte und Genie-Begegnung: Johann Wolfgang Goethe, Friedrich Schiller, Martin Wieland und Gottfried Herder waren die bedeutendsten Vertreter der klassischen Epoche, die auch Frauen wie Herzogin Anna Amalia und Großherzogin Maria Pawlowna mitgeprägt haben. Wir haben ein paar Klassiker in Szene gesetzt – mit den Persönlichkeiten und Geschichten, welche sich um die einzelnen Stätten ranken.
Buchenwald im Hainich
In diesem Wald wird es wieder wild

UNESCO-Weltnaturerbe Nationalpark Hainich

Wie sähe die Welt ohne uns aus? Wenn es keine Menschen gäbe, sondern nur die Natur, in die niemand eingreift, Rotbuchen, soweit das Auge reicht, in der Luft ein pilziger, erdiger Duft. Der Hainich gehört zu den letzten Überbleibseln der Urwälder, die einst weite Teile Mitteleuropas bedeckten. Mit einer Fläche von etwa 130 km2 ist er Deutschlands größtes zusammenhängendes Laubwaldgebiet. Sein südlicher Teil ist Nationalpark und seit 2011 Teil des UNESCO Weltnaturerbes "Buchenwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands". Auch wenn die Natur auf den ersten Blick vielleicht nicht so spektakulär erscheint wie Kreideklippen, Korallenriffe oder Canyons, sie ist weltweit einzigartig und ein ganz spezieller Lebensraum für viele seltene Arten.
Sonnenuntergang auf der Wartburg
Die majestätische „Grande Dame“ Thüringens

Weltkulturerbe Wartburg

Die Wartburg, seit 1999 Welterbe der UNESCO, ist die wichtigste Burg Deutschlands - und ein Ort mit einer besonderen Ausstrahlung und Würde. Fünf Gründe, warum man mindestens einmal im Leben dort gewesen sein muss ...