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Thüringer Burg- und Schlossgeschichten

Schloss Kochberg

35 Kilometer südlich von Weimar entfernt liegt idyllisch am Rande des Dorfes Großkochberg das Schloss Kochberg. Das Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert diente ab 1733 als Landsitz der Freiherren von Stein. Versetzen Sie sich zurück in die Jahre 1775 bis 1788, in denen Johann Wolfgang von Goethe hier bei seiner Vertrauten und Freundin Charlotte von Stein regelmäßig ein und aus ging. Noch heute lassen sich die Besuche nachvollziehen - Goethe schrieb einige Daten mit Tinte auf einen Schreibschrank, der im Schloss ausgestellt ist.

„... Mir geht‘s mit Goethen wunderbar. Nach acht Tagen, wie er mich so heftig verlassen hat, kommt er mit einem Übermaß von Liebe wieder ...“ schreibt Charlotte an J.G. Zimmermann.
 

Der Große Saal von Schloss Kochberg, in dem auch ein Hammerklavier steht, wird von einer schönen Unbekannten flankiert. Viele Räumlichkeiten sind noch mit originalen Möbeln der Charlotte von Stein eingerichtet.

Herzogin Anna Amalia hatte nicht nur viel übrig für Kunst – sie machte auch welche. So vertonte sie „Erwin und Elmire“, für dessen Libretto Goethe verantwortlich zeichnet. Im Liebhabertheater ist das Singspiel 2016 mehrfach zu erleben.

Eine gute Adresse für Spaziergänge und Entspannung im Grünen: Im Landschaftspark finden sich viele lauschige Plätze zum Verweilen. 

Bei den Steins zu Hause

Zu so einem adretten Eigenheim in der Natur würden wohl die wenigsten Nein sagen – Schloss Kochberg war der einstige Landsitz der Familie von Stein. Jenen von Steins, bei denen Johann Wolfgang von Goethe durch seine zarte Verbandelung mit Charlotte von Stein ein häufiger Gast war.

Um 1600 wurde das Renaissance-Schlösschen mit dem lauschigen Wassergraben nördlich von Rudolstadt errichtet. Wer die liebevoll restaurierten Räume betritt, wähnt sich in einer fast intimen Atmosphäre. Da steht der Schreibtisch Charlottes samt Feder und Tintenfass, an dem auch Goethe einige Zeilen verfasste. Vor dem Kamin findet sich ein Schirm, den er bemalt haben soll. Die Möbel und Kunstgegenstände lassen das Schloss lebendig werden, als seien seine ehemaligen Bewohner nur eben gerade in den Garten gegangen. Der sechs Hektar große liebevoll gepflegte Lanschaftsparkpark lädt mit seinem alten Baumbestand, Badesee und Blumengarten, mit Turmruine und romantischem Leinwandhäuschen zum Spazierengehen und Picknick ein. Das Schlossrestaurant  bietet neben Kaffee und Kuchen saisonale Küche mit frischen Kräutern und Gemüse aus der Schlossgärtnerei und Wild vom örtlichen Förster.

Ein Musenhof en miniature:  Theater wie zu Goethes Zeiten

Ein einzigartiges Kleinod ist das zum Schlossensemble gehörende sorgsam restaurierte Privattheater, das „Liebhabertheater“, mit dem sich Carl von Stein nach Weimarer Vorbild auf seinem Landsitz um 1800 seinen eigenen Miniatur-Musenhof schuf. Von Hand marmorierte Tapeten prägen die Gestaltung des kleinen Theatersaales mit seinen 75 Zuschauerplätzen. Die Besucher erleben herausragende Künstler aus nächster Nähe in der intimen Atmosphäre eines authentischen Theaters der Goethezeit. Das Repertoire konzentriert sich auf Werke des Barock, der Klassik und der Romantik. Großer Wert wird auf eine hohe künstlerische Qualität, werkgetreue Aufführungen und die Pflege der historischen Aufführungspraxis gelegt, die den Theaterbesuch zu einem besonderen Erlebnis werden lässt. Eigene Produktionen und Koproduktionen von Opern und Schauspielen werden speziell für diese Bühne konzipiert.

 

Veranstaltungs-Tipp:

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