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Anrode

In einer landschaftlich reizvollen Tal der Luhne und der Gieße, vor den Waldungen der Hollau, liegt das ehemalige Zisterzienserkloster Anrode. Anrode ist eine Gemeinde am Rande des Eichsfeldes und liegt im Unstrut-Hainich-Kreis. Lange vor der Klostergründung gab es eine kleine Siedlung an diesem Ort, der heute noch durch die Klosteranlage Anrode beschrieben ist. Im 13. Jahrhundert hörte das alte Kirchendorf auf, Dorf zu sein und wurde durch das neugegründete Kloster wiederbelebt. Der Orden erlebte in den ersten achtzig Jahren seines Bestehens die Blütezeit. Die wechselvolle politische, wirtschaftliche und religiöse Geschichte des Klosters zeigte, dass ein solcher Wohlstand nicht wiederkehren sollte. Während des Bauernkrieges im Jahre 1524 - 1525 und der Flucht des Probstes und der Nonnen am 28.04.1525, wurde das Kloster überfallen, geplündert und zerstört. Ein gelegter Brand vernichtete das gesamte Anwesen bis auf die Grundmauern. Im Jahre 1525 begann der Neuaufbau, jedoch so dürftig, dass sämtliche in dieser Zeit errichtete Bauwerke bereits 50 Jahre wieder baufällig waren - Anrode bot einen trauigen Anblick. Dem Probst Böddener, der 1612 verstarb, gelang es noch, das Kloster zu erneuern. 1618 - 1648 tobte der 30jährige Krieg, der das Kloster wiederum an den Rand des Abgrundes brachte. 1649 gelang es noch, die notwendigen Wirtschaftsgebäude wieder zu errichten und ein Umbau der Klosterkirche erfolgte. 1810 wurde durch ein Dekret das Frauenkloster geschlossen. Die Geschichte des Klosters war nach über 500jährigen Bestehen beendet. Der Oberamtmann Franz Just von Wedemeyer erwarb das Gut im Jahr 1811. Er führte das Anwesen als Gutsbetrieb und behielt es bis 1886 in Familienbesitz. Ab 1886 gehörte dann das Gut der Familie Wiersdorf. Wirtschaftliche Gründe zwangen dann doch zum Verkauf an den Landkreis Mühlhausen. In den Jahren 1928/29 entstand eine Flachsröste. Von 1950 bis 1989 richtete die Seilerfabrik hier eine Produktionsstätte ein. 1993 kaufte die Gemeinde Bickenriede die Gebäude. Heute existiert eine Stiftung für das Kloster Anrode. In der Zusammenarbeit verschiedener Partner wird gegenwärtig daran gearbeitet, behutsam zu restaurieren und Altes einer neuen Nutzung zuzuführen. Erfolgversprechende Ansätze sind die Restaurierung alter Stallungen und deren Ausbau zu einem Museum für alte Handwerkstraditionen, aber auch die Restaurierung der historischen Scheune, in der bereits seit mehreren Jahren interessante Kulturveranstaltungen stattfinden. Seit Oktober 2000 können Gäste in der neu eingerichteten historischen Gaststätte im Bickenrieder Torhaus einkehren

Museen, Kunst und Kultur (1)

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Lage

Kontakt

Gemeindeverwaltung Anrode

Hauptstraße 55
99976 Anrode / OT Bickenriede

Telefon: +49 (0) 36023 57020

Ansprechpartner(in): Förderkreis Kloster Anrode e. V.

Anreise