Hier liegt ihr richtig! Ob in der Natur, mitten in der Stadt, für Familien, im Grünen, historisch oder traditionell: Unter Thüringens TOP-Gastgebern findet jede:r genau die passende Adresse.
Der Rennsteig
Mach den Weg zum Ziel
"Ich wandre ja so gerne am Rennsteig durch das Land." Getreu dieser Hymne zieht es zu allen Jahreszeiten Wanderer auf den Rennsteig. Er ist nicht nur einer der bekanntesten Weitwanderwege Deutschlands, er ist sogar der älteste unter ihnen. Seit Jahrhunderten wird der knapp 170 km lange Weg begangen, davon zeugen noch heute alte Grenzsteine und Markierungen.
Eine Wanderung auf dem Rennsteig ist so abwechslungsreich wie das Leben: Mal geht es sanft hügelig auf ausgetretenen Pfaden, dann wiederum wird man überrascht von steilen Anstiegen und schmalen Windungen. Immer aber ist er eines: ein aussichtsreicher Weg, der alle Mühen mit prächtiger Natur, stillen Wäldern und bunten Wiesen belohnt.
Auf acht abwechslungsreichen Etappen gibt es nicht nur eine einzigartige Kulturlandschaft zu entdecken. Am Rennsteig leben und arbeiten interessante Menschen, von denen wir euch pro Etappe einen vorstellen möchten.
Etappe 1: Hörschel bis Ascherbrück
Zu Gast bei Manuela und Thomas im "Gasthaus zum Storchenturm"
ACHTUNG MUSS UMGESCHRIEBEN WERDEN!!!
Die mittelschwere Wanderstrecke, auf der rund 718 Höhenmeter überwunden werden müssen, können auch ungeübte Wanderer gut meistern. Empfehlenswerter Übernachtungsort vor dem ersten Abschnitt unserer Rennsteigwanderung ist Eisenach. Hier treffen wir Peter Arends, der in der Altstadt direkt an der alten Stadtmauer den Gasthof am Strochenturm samt Wanderpension betreibt.
"In der Drachenschlucht ist der Thüringer Wald am romantischsten"
schwärmt Peter Arends. Während die Felsen von links und rechts dichter rücken und das Tageslicht schwindet, läuft der Gastwirt gut gelaunt voraus. Der Mann mit der Schiebermütze ist gebürtiger Thüringer und bietet Besuchern auch noch individuelle Wanderungen an.
Peter Arends hat Forstwirtschaft studiert, kennt daher den Thüringer Wald ganz genau. Und nicht nur das. Er kann auch die Unterschiede zwischen Englischen und Französischen Gärten erklären und seine Gäste mit kleinen Anekdoten aus dem Thüringer Wald unterhalten.
Den Gasthof am Strochenturm betreibt er seit 1997. Im gemütlichen Biergarten können bis zu 120 Menschen sitzen, serviert wird typische Thüringer Küche. Für die Zubereitung der frischen Speisen benötigt das Team selbstverständlich etwas Zeit. Zeit, die der Gast zum Beispiel im ehemaligen Kerkerturm beim Zwei-Mann-Kerkertheater überbrücken kann. Sobald es dunkel wird, geht das 45minütige Spektakel los ... Peter Arends und sein Schauspielkollege Mathias Herzer lassen dann Worte und Verse von Poeten des Mittelalters und der Renaissance, die einst selbst im Kerker saßen – wie Shakespeare, Cervantes oder Villon – wieder aufleben.
Etappe 2: Ascherbrück bis Spießberghaus
Kennenlernen von Bärbel Harting von Venter Glocken
In Kleinschmalkalden in der Nähe des Rennsteigs hat ein ungewöhnlicher Handwerksbetrieb seinen Sitz – die Venter Glocken ...
Kuh-, Schaf- und Ziegenglocken, Wippglocken, Türglocken, Schiffsglocken, Souvenirglocken, sie alle werden in dem kleinen Ort am Rennsteig hergestellt. Eigentlich hat Geschäftsführerin Bärbel Hartig Holzbildhauerein gelernt, zusammen mit ihrem Cousin übernahm sie dann aber vor zehn Jahren den Betrieb. "Unser Hauptgeschäft sind mittlerweile ganz klar die Souvenirglocken", sagt sie. Als der Betrieb 1874 von ihrem Ur-Ur-Großvater gegründet wurde, sah das noch anders aus. Vor allem Viehgloclen wurden gebraucht, je nach Klang konnte ein Hirte seine Tiere schon von Weitem hören und – noch viel wichtiger – wiederfinden.
Neben den Souvenirglocken sind besonders Klangglocken zum Musizieren, sogenannte Flachschellen, begehrt: Sie werden sogar bis nach Korea exportiert. Gestimmt werden die Glocken ebenfalls im Familienbetrieb – von Bärbel Hartigs Vater Hubert.
Bärbel Harting hat auch eine Lieblingsglocke: Es ist die Tiroler Glocke, genauer gesagt das Model goldene Froschmaulglocke.




