Hier liegt ihr richtig! Ob in der Natur, mitten in der Stadt, für Familien, im Grünen, historisch oder traditionell: Unter Thüringens TOP-Gastgebern findet jede:r genau die passende Adresse.
Wo Verantwortung Wurzeln schlägt
In Thüringens inklusiven Gärten wird Zukunft gepflegt – ökologisch, sozial und ganz selbstverständlich.
Landgut Holzdorf - Nachhaltigkeit im Rhythmus der Jahreszeiten
Auf dem denkmalgeschützten Landgut Holzdorf der Diakonie arbeiten und leben Menschen mit unterschiedlichen Biografien gemeinsam. Zwischen Obstbäumen, Werkstätten und Gartenflächen entstehen Produkte in Handarbeit: Gemüse aus eigener Ernte, Marmeladen, Keramik, Holzarbeiten. Die Parkanlage ist öffentlich zugänglich. Wer hier spazieren geht, hört Vogelrufe – und das leise Klirren von Werkzeug. Nachhaltigkeit zeigt sich nicht in großen Gesten, sondern im beständigen Tun: pflegen statt ersetzen, reparieren statt entsorgen, anbauen statt einkaufen. In der Cafeteria oder im LandgutLädchen wird sichtbar, was vor Ort entsteht. Jeder Einkauf unterstützt Qualifizierung, sinnvolle Arbeit und den Erhalt dieser historischen Anlage. Das Landgut ist kein Schauraum, sondern ein lebendiger Organismus – offen für Gäste, Führungen und Feste.
Sinnesgarten Waltershausen - Natur als Orientierung und Würde
Im Pflegestift Geizenberg in Waltershausen, einer Einrichtung für Menschen mit Demenz, ist der Garten Teil des Alltags. Wege sind so angelegt, dass sie Sicherheit geben. Heilkräuter verströmen vertraute Düfte. Ein Wassergarten nach Kneipp bringt Bewegung ins Spiel. Der Sinnesgarten steht nicht nur Bewohnerinnen und Bewohnern offen, sondern auch Angehörigen und Besuchern. Hier wird Natur erfahrbar – durch Tasten, Riechen, Hören. Jahreszeiten strukturieren Zeit, bekannte Wege stiften Orientierung. Nachhaltigkeit bedeutet hier mehr als ökologische Pflege. Sie zeigt sich im achtsamen Umgang mit Erinnerung und Lebensgeschichte. Ein Spaziergang durch diesen Garten ist leise – und zugleich berührend.
Park Café Schloss Molsdorf - Gastlichkeit auf Augenhöhe
Im historischen Ambiente von Schloss Molsdorf betreibt die Lebenshilfe ein Café, das Begegnung selbstverständlich macht. Mitarbeitende mit und ohne Behinderung übernehmen Verantwortung im Service, lernen Abläufe, entwickeln Routine. Für Gäste ist der Besuch angenehm unaufgeregt: Kaffee, Kuchen, Gespräche im Schlosspark. Doch hinter dieser Alltäglichkeit steht ein inklusives Arbeitsumfeld, das Qualifizierung ermöglicht und Teilhabe stärkt. Wer hier einkehrt, genießt nicht nur regionale Angebote – sondern unterstützt einen Ort, an dem Arbeit ein menschliches Tempo hat.
Restaurant Caponniere & Pulverhütte im egapark Erfurt - Reisen ohne Schwellen
Mitten im egapark Erfurt zeigt sich Inklusion in zwei Formen. Im Restaurant Caponniere arbeiten Menschen mit Behinderung im Küchen- und Servicebereich mit. Für Gäste steht die Qualität im Vordergrund – regionale Produkte, ein gedeckter Tisch, ein freundliches Wort. Dass hier Inklusion gelebt wird, wirkt selbstverständlich. Unweit davon ermöglicht die barrierefreie Unterkunft „Pulverhütte“ einen Aufenthalt ohne Hürden. Breite Zugänge, durchdachte Ausstattung, ausreichend Raum – Details, die es Familien, Gruppen oder Reisenden mit Assistenzbedarf erlauben, im Park zu übernachten, ohne sich erklären zu müssen. Barrierefreiheit wird hier nicht hervorgehoben. Sie wird vorausgesetzt.
Ein Besuch mit Wirkung
Wie wir Gärten gestalten, sagt viel darüber aus, wie wir Gesellschaft verstehen. In Thüringen entstehen Räume, in denen Teilhabe selbstverständlich ist und Pflege mehr bedeutet als Erhalt. Hier wird Zukunft nicht geplant, sondern täglich praktiziert – in Handarbeit, im Miteinander, im offenen Willkommen. Ein Besuch unterstützt diese Arbeit ganz konkret. Und erinnert daran, dass nachhaltige Kulturlandschaften dort entstehen, wo Menschen Verantwortung übernehmen – füreinander und für die Natur.
Titelbild: Landgut Holzdorf ©Florian Trykowski, Thüringer Tourismus GmbH
Hat euch der Artikel gefallen?
Das könnte euch auch interessieren:




