Nüscht als Bratwurst? Denkste! 

Wir schauen über den Bratwurstrand!

In all unseren Umfragen, bei allen Tests, welcher Social Media Post oder Website-Text am besten läuft, und bei allen vorhandenen Weltkulturthemen in Thüringen gibt es immer eine Gewinnerin: die Bratwurst. Die echte „Thüringer“, wohlgemerkt, zubereitet auf dem Holzkohlegrill.  
Ja, wir Thüringer sind stolz auf unsere Bratwurst. Wir essen sie gern und viel, bei jedem Stadtfest, auf dem Weihnachtsmarkt oder schnell in der Büropause. Nicht natürlich, wenn wir fleischlos leben. Was wir dann machen? Verhungern oder auswandern eben.  

Nein, nur Scherz. Wir haben es  nicht so rausposaunt, aber es gibt bei uns jede Menge Alternativen zur Wurst. Das fängt an mit dem berühmten Thüringer Kloß. Der besteht nur aus Kartoffeln und ist somit vegan. Dazu vielleicht ein paar schöne Pfifferlinge und Thüringer Apfelgemüse, fertig ist das neue fleischlose Leibgericht. 

Oder ihr fahrt mal übers Land und schaut in unsere Hofläden hinein. Direkt beim Produzenten gibt es z.B. Käse von der Thüringer Waldziege, Altenburger Safran-Honig, Kräutermischungen von der Wiese im Schwarzatal usw. 

Fleischesser mit nachhaltiger Überzeugung kommen auch auf ihre Kosten. Vielleicht mit den hochwertigen Produkten aus Oberweißbach, wo die Rinder über die Bergwiesen wandern und nicht in miefigen Ställen stehen. Oder auch im Eichsfeld, seit Jahrhunderten Heimat der Meister luftgetrockneter Wurstspezialitäten.  

Ach, ihr mögt es lieber ausgefallen? Geht auch. Die kulinarische Entdeckung wartet manchmal schon an der nächsten Ecke, etwa in Form von Kloß-Sushi. Das klingt zugegeben experimentell. Erfunden hat es die Inderin und Wahlthüringerin Meeta Wolff. Ausgangspunkt war ihre  Lieblingsspeise Rouladen mit Klößen, die sie im Kloßsushi vereinte. Inzwischen gibt es zig Varianten davon.  

Alternativen zum Bratwurststand gibt es reichlich. Die Entscheidung liegt bei euch: Landgasthof oder Sternekoch, Bierkeller oder Biergarten, Saaletal-  oder Wartburg-Blick, Dinner im Weinberg oder in der historischen Mühle. Und ja, wir haben auch zu trinken. Tatsächlich gibt es 224 Biersorten in Thüringen. Prämierte Weine wachsen im Saale-Unstrut-Gebiet, und Obst wird im Weimarer Land oder im Thüringer Becken in leckere Säfte und Liköre verwandelt. 

Und wenn’s dann am Ende doch die Bratwurst wird, bitte immer nur mit Senf. Damit zeigt ihr Respekt und Insiderwissen (Stichwort: „Don’t ketchup your bratwurst!“). 

So. Hoffentlich haben wir jetzt nicht zu viel geschwärmt. Nicht dass ihr nun alle herkommt und uns die leckeren Sachen wegfuttert. Hat da eben jemand gesagt: „Nüscht wie hin nach Thüringen“? Ohje …!

Titelbild: KI-generiert

Thüringen – alles andere als Wurscht!

Regionale Küche, neu gedacht.

Und wenn es doch um die Wurst geht ...

Mehr Klischees gefällig?