Mit der Bahn ins Kräuterland

Die Thüringer Bergbahn

Im wildromantischen Schwarzatal wartet mit der Thüringer Bergbahn ein echter Schatz für Freunde historischer Eisenbahnen und Naturliebhaber. Die voll elektrisierte Bahn versieht ihren Dienst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Im Sommer kann man sich im offenen Wagen die frische Waldluft um die Nase wehen lassen oder im Olitätenwagen den thematischen Einstieg in das Thüringer Kräuterland finden.

Zwischen Vogelzwitschern und Wipfelrauschen

An dem kleinen idyllisch gelegenen Bahnhof in Obstfelderschmiede ist man mitten in der Natur. Alles wirkt friedlich und entschleunigt. Vögel zwitschern und die Wipfel der Bäume rauschen. Plötzlich ertönt ein kurzes Klingeln, die Thüringer Bergbahn naht. Gut gelaunte Menschen verlassen fröhlich plaudernd die Talstation.

Thüringer Bergbahn

©Gregor Lengler, Thüringer Tourismus GmbH

Wir steigen ein und bestaunen das historische Fahrzeug. Stufenförmige Sitzreihen, große Fenster. Alles original aus den 1920er Jahren. Die Fahrt beginnt. Langsam und fast lautlos gleitet die Bahn aus dem Bahnhofsgebäude hinaus und beginnt ihren steilen Anstieg. Das Tal bleibt zurück, und auch der Alltag. Nach kurzer Zeit tauchen links und rechts der Strecke Holzskulpturen auf. Figuren, die mit der Geschichte der Region verbunden sind, erklärt die Wagenführerin. Da sind die Kräuterfrau und der Buckelapotheker, Botschafter des Olitätenlandes. Die Porzellina, sie steht für eine jahrhundertelange Porzellantradition, und die Fröbelbank, die an den Erfinder des Kindergartens erinnert.

©Gregor Lengler, Thüringer Tourismus GmbH