Herrschaftlich übernachten

Sieben außergewöhnliche Tipps in Thüringen

Klar könnt ihr einfach Thüringens Burgen besuchen, deren Ausstellungen kennenlernen, die Architektur bewundern oder die Aussicht. Richtig interessant wird es aber erst, wenn ihr in den alten Gemäuern übernachtet! Vielleicht in einer märchenhaften Prinzessinnen-Suite? Oder im Herrenhaus eines Ritterguts? Was kann schon passieren? Schlimmstenfalls habt ihr einfach eine gute Zeit. Hier kommen unsere Tipps für herrschaftliche Nächte in Thüringen.

Boutiquehotel auf Burg Scharfenstein

Wo früher Grafen oder Bischöfe das müde Haupt betteten, erwartet euch heute ein exklusives Boutiquehotel. Modernes Design trifft mittelalterliche Eleganz! Und der Blick über das Eichsfeld bis hin zum Brocken im Harz ist auch nicht zu verachten. Abgesehen vom kulinarischen Verwöhnprogramm im Restaurant „12HUNDERT9“ habt ihr als Übernachtungsgäste freien Eintritt in einen besonderen Bereich: Die Whisky-Erlebniswelt auf Burg Scharfenstein! Die Verkostung des edlen „Nine Springs Single Malt“ setzt eurem Aufenthalt mit Sicherheit die Krone auf. Und falls es am Abend ein Gläschen mehr wird, bringt der Kaffee aus der burgeigenen Rösterei am nächsten Morgen alles wieder ins Lot.

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Prinzessinnengemach auf Schloss Beichlingen

Frauen haben in der Geschichte von Schloss Beichlingen eine herausragende Rolle gespielt. So etwa Burgherrin Reinhilde, die 1014 entführt wurde, um sie zur Ehe zu zwingen (Hat nicht geklappt.). Oder Gräfin Kunigunde, die hier nacheinander drei Ehemänner verbrauchte. Heute geht es in der beschaulichen Landschaft des Thüringer Beckens ruhiger zu. Dafür aber mit sehr viel mehr Komfort. Die Zimmer und Apartments sind alle unterschiedlich und thematisch eingerichtet. Wie wäre es mit dem großzügigen Prinzessinnengemach? Oder doch lieber die märchenhaften Feenstube? Vielleicht wollt ihr auch gleich das ganze Schloss mieten? Klar geht das. Schlossherr(in) für einen Tag – was für ein Gefühl! Tipp obendrauf: Im Schloss finden spannende Rätselevents und Escape Games statt. Da kann man auch schon mal in geheime Gänge schauen, die sonst der Öffentlichkeit verborgen bleiben.

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Goethe oder Glasbläser auf Schloss Elgersburg?

Um es gleich zu sagen: Goethe war hier! Was in Thüringen allerdings fast überall zutrifft. Überraschender ist da schon der Aufenthalt des norwegischen Malers Edvard Munch. Er hielt Landschaft und Ort in zahlreichen Gemälden fest, die zum Teil heute in Oslo hängen. Ihr seid also durchaus in illustrer Gesellschaft, wenn ihr auf Schloss Elgersburg im Thüringer Wald übernachtet. Die Zimmer sind individuell und fantasievoll eingerichtet. Benannt sind sie nach Persönlichkeiten (z.B. Goethe, na klar!) oder Gewerken der Region wie etwa Porzelliner, Glasbläser oder Bergmann. Mutige Gäste wagen sich in die Einsiedler- oder in die Wilderer-Kemenate.

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Zu Füßen von Burg Hanstein

Die malerische Burgruine Hanstein thront auf einem gewaltigen Felsmassiv bei Bornhagen im Eichsfeld. Da das Übernachten in Ruinen bekanntermaßen beschwerlich ist, weicht doch einfach auf den „Klausenhof“ zu Füßen der Burg aus. Das mittelalterliche Wirtshaus gehörte den Burgherren und diente über Jahrhunderte als Ort der Einkehr für Reisende. Entsprechend ihres Standes war die Unterkunft unterschiedlich komfortabel. Heute könnt ihr natürlich selbst entscheiden, ob ihr euch die Fürstenstube gönnt, das Goethezimmer (man kommt nicht an ihm vorbei…) oder die Schlafkammer der Gebrüder Grimm. Die haben nämlich das „Tischlein Deck Dich“ im Klausenhof verortet. Der Klausenhof ist übrigens auch in kulinarischer Hinsicht ein echter Geheimtipp!

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Übers Wasser zur Burg Heldrungen

Der alte Festungsbau hat es in sich. 1525 saß hier Bauernführer Thomas Müntzer ein. Ehe er vor den Toren Mühlhausens den Kopf verlor. Das barocke Bauwerk ist im Wesentlichen aus Erde errichtet, mit nur sparsamem Einsatz von Mauerwerk. Geht doch! In seinem Inneren befindet sich eine der modernsten Jugendherbergen Deutschlands, auch gern genommen für den Familienurlaub, Vereins- oder Klassenfahrten. Abgesehen von einer Burgbesichtigung findet ihr vor Ort jede Menge unterhaltsame Optionen, wie Boots- oder Radverleih, Volleyball- oder Fußballplatz. Und wenn’s mal regnet gibt es Tischtennis oder Brettspiele.

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Im Herrenhaus von Burg Posterstein

Klein und fein, das ist Burg Posterstein im Vogtland. Herzogin Dorothea von Kurland soll hier regelmäßig einen Salon abgehalten haben, der ein Paradebeispiel der europäischen Salonkultur des 18. Jahrhunderts war. Eines der Themen im Burgmuseum! Übernachten könnt ihr in der Ferienwohnung im alten Herrenhaus, hübsch komfortabel und bestens ausgestattet. Der Blick vom Balkon ist definitiv „instagramable“! Und solltet ihr auf Familienurlaub sein, geht doch mit den lieben Kleinen in die Familienausstellung „Kinderburg“. Dort können sie sich mit einer „Schatzkarte“ auf spannenden Routen durch die Burg bewegen und bekommen gleich noch Antworten auf Fragen wie „Haben sich Ritter gewaschen?“

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Dornröschenschlaf auf Burg Bodenstein

Auf Burg Bodenstein im Eichsfeld schlaft ihr unter altem Fachwerk oder im historischen Himmelbett. Oder bucht doch gleich die Dornröschensuite. Da möchte man beinahe den ganzen Tag zwischen den Federn verbringen. Einmal ausgeschlafen wird es euch jedoch nach draußen ziehen. Vielleicht in den Wald, der die Burg umgibt und für Großstadtkinder ein echtes Abenteuer ist. Und wenn der Nachwuchs nach einem erlebnisreichen Tag sanft schlummert, genehmigen sich die Großen noch einen guten Tropfen im historischen Gewölbekeller der Burg. Na, dann gute Erholung!

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Titelbild: Wasserburg Heldrungen, ©Ralf Lehmann, Archiv DJH-Landesverband Thüringen e. V.


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