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Zella

Zur Einheitsgemeinde Rodeberg und Gemeinde Struth gehörend, zählt Kloster Zella mit zu den landschaflichen Kleinodien des Alt-Kreises Mühlhausen. Zella oder ursprünglich Friedensspring befindet sich in der Nähe der Friedaquelle und ist mit eines der ältesten Klöster des Obereichsfeldes. Da sämtliche Urkunden 1649 bei dem großen Brand im Zellschen Hof, dorthin waren ein Teil der Nonnen mit Klosterschatz und Urkunden geflüchtet, zum Opfer gefallen sind, ranken sich um die Entstehung Vermutungen. Nach Angaben einer Nonne soll Zella von einem Ritter von Tasten gegründet worden sein. Historiker vermuten eine Gründung um 1100 als Doppelkloster (Männer und Frauen). In den ältesten noch vorhandenen Urkunden von 1215 ist es nur noch als Frauenkloster erwähnt. Zum Kloster gehörten umfangreicher Wald und landwirtschaftliche Flächen. Der Besitz reichte von den umliegenden Dörfern über Mühlhausen, Schönstedt bis Treffurt. Bei den Bauern der Umgebung schien die Herrschaft des Klosters unbeliebt gewesen zu sein, denn bei den Bauernaufständen 1525 plünderten sie das Kloster völlig aus. Im 30jährigen Krieg (1618 - 1648) wurde das Kloster zerstört und dann aber wieder aufgebaut, doch an seine einstige Blüte konnte es nicht wieder anknüpfen. Mit dem Dekret der preußischen Regierung vom 13.Mai 1810 wurde die Auflösung des Klosters vollzogen und Grundbesitz sowie Inventar an Wilhelm Luttrodt und Wilhelm Röbling aus Mühlhausen verkauft. Mit der Bodenreform vom 10.09.1945 wird der Kirchenleitung der Kirchenprovinz Sachsen das Kloster rechtskräftig übergeben. Das Hilfswerk der Evangelischen Kirche hatte den Auftrag, ein Alters- und Rüstzeitheim einzurichten. Nach umfangreichen Aufräumungs- und Sanierungsarbeiten konnten am 15.07.1949 die ersten Heimbewohner einziehen. Neben Räumlichkeiten für die älteren Bürger beherbergte Zella anfangs auch einen Freizeitraum für die evangelische Jugend des Eichsfeldes. Mit der Errichtung der innerdeutschen Grenze und der Ernennung zum Sperrgebiet, war es nicht mehr möglich, Rüsten für die Jugend durchzuführen. Nur mit Sondergenehmigungen war der Besuch von Kloster Zella möglich. Besuchern ohne familiäre Bindung zu Personen im Sperrgebiet blieb nicht nur der Zutritt zu Zella, sondern auch zu anderen Kleinodien des Eichsfeldes verwehrt. Mit der Wende öffnete sich auch das romanische Torhaus von Zella wieder für alle Besucher.

Architektur und Denkmäler (1)

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Lage

Kontakt

Alten- und Pflegeheim Kloster Zella

Kloster Zella 1
99976 Rodeberg OT Struth

Telefon: +49 (0) 36026 970 0
Fax: +49 (0) 36026 970 222

Ansprechpartner(in): Waltraut Germanus

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