Seite empfehlen:

Thüringer Kurortegesetz, Zahlen & Fakten über Kurorte

Das Thüringer Kurortegesetz

Die Schaffung gesetzlicher Bestimmungen zur Anerkennung von Kur- und Erholungsorten liegt in der Zuständigkeit der Länder. In Thüringen erfolgt die Anerkennung nach dem Thüringer Kurortegesetz unter der Beachtung der "Begriffsbestimmungen - Qualitätsstandards für die Prädikatisierung von Kurorten, Erholungsorten und Heilbrunnen" des Deutschen Heilbäderverbandes e.V. und des Deutschern Tourismusverbandes e.V.  

Das novellierte Thüringer Kurortegesetz ist am 7. November 2013 im Gesetz- und Verordnungsblatt für den Freistaat Thüringen Nr. 10/13 (S.293) veröffentlicht wurden, in Kraft getreten ist das Gesetz am 1. Januar 2014.

Prädikatisierte Kurorte in Thüringen

15 zum Thüringer Heilbäderverband e.V. gehörende Heilbäder und Kurorte sind nach dem Thüringer Kurortegesetz prädikatisiert. Mit dieser Selbstverpflichtung erfüllen sie hohe Qualitätsstandards an die kurörtliche Infrastruktur und sind zur Führung einer Artbezeichnung berechtigt.  Damit setzen die Heilbäder und Kurorte Akzente und bieten spezialisierte Angebote in puncto Gesundheit - ob als Vorsorge oder Rehabilitation.

Heilbad: Heilkräftiges Wasser aus Thermal-, Mineral- oder Solequellen und wärmende Mooranwendungen bilden die Behandlungsbasis in den Mineral- und Moorheilbädern. Diese natürlichen ortsgebundenen Heilmittel werden in neue innovative Therapien wie Bewegungs- und Wannenbäder, Packungen, Trinkkuren und Inhalationen eingebunden.  Zu den Heilbädern in Thüringen gehören: Bad Frankenhausen, Bad Klosterlausnitz, Bad Langensalza, Bad Liebenstein, Bad Lobenstein, Bad Salzungen, Bad Sulza, Heilbad Heiligenstadt 

Kneippkurort: Bereits seit Mitte des 19. Jahrhundert  gibt es die Kneipp-Kur. Pfarrer Sebastian Kneipp (1821-1897) erkannte früh die belebende Wirkung von Wasser und entwickelte daraus ein Naturheilverfahren, das auf den fünf Säulen: Innere Balance, Natur,  Bewegung, Genuss und Wasser beruht. Tabarz ist einzigster anerkannter Kneippkurort Thüringens.

Heilklimatischer Kurort: Die Klimatherapie ist ein Naturheilverfahren  mit Sonnen- und Freiluft, das bei zahlreichen Erkrankungen hilft. Masserberg und Finsterbergen als Heilklimatische Kurorte halten dafür erholsame Orte und ausgebildete Klimatherapeuten vor.  

Orte mit Heilquellenkurbetrieb: Bad Colberg und Bad Berka sind als solche prädikatisiert. Sie weisen einen artgemäßen Kurortcharakter vor und verfügen über ein ortsgebundenes Heilwasser, das für therapeutische Zwecke eingesetzt wird.  

Luftkurort: Oberhof und Friedrichroda gewährleisten mit einer entsprechenden Infrastruktur, Klima, Luftqualität und Umweltschutz, Patienten und Kurgästen die Anwendung des Klima als natürliches ortsgebundenes Heilmittel.   

Wirtschaftliche Bedeutung der Heilbäder und Kurorte

Wirtschaftliche Bedeutung der Heilbäder und Kurorte in Thüringen

  • Bruttoumsatz: 509 Mio. €*
  • Nettoumsatz: 448 Mio. € *
  • Steueraufkommen: 13 Mio. € *
  • Arbeitsplätze: 11.903 *
  • Übernachtungen: 3,02 Mio** = 1/3 der Gesamtübernachtungen in Thüringen

Quelle:  *    Strategie für den Thüringer Heilbäderverband e.V. / Reppel und Partner, Oktober 2010
             **  Thüringer Landesamt für Statistik, Übernachtungen und Gästeankünfte 2013

Kommentare

ThüringenCard

ThüringenCard

Ob Baumkronenpfad, Toskana Therme oder Wartburg - mit der ThüringenCard genießen Sie freien Eintritt zu über 200 Ausflugszielen. mehr