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Wanderweg Hünenteich im Nationalpark Hainich

Höhe und Position

Qualitätsweg Wanderbares Deutschland

Qualitätsgeprüft

Dieser Thüringer Wanderweg ist qualitätsgeprüft!

Froschkonzert am  Weg

Auf dem Wanderweg Hünenteich erlebt der Wanderer die vielfältigen Facetten des Nationalparks - ein wahres Lebensraummosaik und seit 2011 UNESCO-Weltnaturerbestätte. Ab dem Parkplatz Fuchsfarm durchschreitet man zunächst eine alte Streuobstwiese, kommt vorbei an der sogenannten „Fuchsfarm” und folgt weiter der „Triftchaussee“ bis der Weg rechts auf den Gotternschen Weg mündet.

Weißes Blütenmeer und rosa Tausendgüldenkraut

Im Mai lockt ein weißes Blütenmeer aus Bärlauch tiefer in den Wald hinein. Breit und tief durchzieht ein Erosionsgraben den Wald. Der Weg führt vorbei an einer Rotbuche, die rundum in verschiedenen Etagen mit Zunderschwamm bewachsen ist. Er schlängelt sich weiter durch den Wald, abseits des Weges flankiert von liegendem und stehendem Totholz. Kleine Brücken führen über einen nur zeitweise wasserführenden Bachlauf, einen ehemaligen Hohlweg und über den schon erwähnten Erosionsgraben.

Aus dem Wald heraus gekommen, blickt der Wanderer über eine ehemalige Schießbahn. Im Sommer kann man hier neben rosa Tausendgüldenkraut auch die rosa-weiß gefleckten Blüten des Fuchsschen Knabenkrautes finden. Es lohnt ein Abstecher zur Umweltbildungsstation und zum Spielplatz Wildkatzenkinderwald.

Unheimlicher Ort

Nun tritt der Wanderer wieder in den Wald. Der Weg schlängelt sich vorbei am „Kellerloch”, einer Erdfallsenke, zu den sich noch deutlich abzeichnenden Wällen der Hünenburg. Von den vorzeitlichen Bewohnern der Hünenburg berichten viele Sagen. Zwischen Baumstämmen schimmert das Wasser des Hünenteiches hindurch. Der Hünenteich, ein angestauter Erdfall, ist im gewässerarmen Hainich eine Seltenheit und wichtiger Lebensraum. Im Frühsommer können die prächtigen hellgelben Blüten der Wasser-Schwertlilie bewundert werden. 
Der Weg windet sich weiter bis zu einem Erlenbruch. Erlenbrüche werden im Volksglauben oft als unheimliche Orte beschrieben. Bei nebeligem, regnerischem Wetter kann man die
Verwandlung der Erlen zu schaurigen Waldwesen nachvollziehen.  Nach ca. 500 Metern kommt man über Triftchaussee und Streuobstwiese zurück zum Parkplatz.

Ab Bad Langensalza auf L1042 in Richtung Zimmern, Weberstedt, Mülverstedt. An Ortsausfahrt Mülverstedt in Richtung Flarchheim dann nach links abbiegen zum Wanderparkplatz „Fuchsfarm“. Der Wanderweg kann auch vom Parkplatz Zollgarten (bei Kammerforst) und Parkplatz Rüspelsweg (bei Flarchheim) aus erreicht werden. Auf braune Hinweisschilder achten!

Service

  • familien- und kindergerecht

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Streckeninformationen

  • Start: Triftchaussee, 99947 Mülverstedt
  • Ziel: ebenda
  • Schwierigkeitsgrad: leicht
  • Wegelänge: 6,5 km
  • Wegezeit: 2 h
  • Barrierefrei: nie
  • Kinderwagen geeignet: nie
  • Markierung: Hölzernes Piktogramm mit Symbol „Frosch“
  • Begehbarkeit: Der Weg ist ganzjährig begehbar. Sein Verlauf wird in regelmäßigen Abständen von hölzernen Wegepfosten flankiert. Bevorzugte Wanderzeit: Frühjahr (Mai-Bärlauchblüte), Sommer (Juni/Juli – Blütezeit Wasser-Schwertlilie, Türkenbundlilie, Orchideen)

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen zum Hünenteichweg finden sie hier: www.kultur-liebt-natur.de