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Walter Gropius

Von 1919 bis 1928 war Walter Gropius am Bauhaus tätig – erst in Weimar dann in Dessau. In dieser Zeit legte er nicht nur bedeutende Grundsteine für die Moderne, er sorgte gleichzeitig dafür, dass die neue Szene dank kreativer Köpfe florierte: So berief er unter anderem Wassily Kandinsky, Lyonel Feininger oder László Moholy-Nagy ans Bauhaus.

Direktor und Begründer des Bauhauses

Walter Gropius ist der Begründer des Bauhauses. Auf Vorschlag von Henry van de Velde wurde er als dessen Nachfolger an der Großherzoglich-Sächsischen Hochschule für Bildende Kunst zum Direktor ernannt. Hier fand das Bauhaus 1919 seinen entscheidenden Anfang. Gropius etablierte mit seinem modernen Architekturverständnis ein neues Zeitalter. Heute ist die Schule als Bauhaus-Universität Weimar bekannt.

„Meine Idee ist keine kleine“, so schrieb der Architekt im April 1919, „ich glaube bestimmt, dass Weimar gerade um seiner Weltbekanntheit willen der geeignetste Boden ist, um dort den Grundstein einer Republik der Geister zu legen.“ Er hatte sich Weimar also bewusst ausgesucht. In der Klassikerstadt wollte er seine Kunstschule ganz neuen Typs verwirklichen. So gelang es ihm, viele große Köpfe wie Klee oder Kandinsky als Meister am Bauhaus zu verpflichten.

Neben Weimar leitete er das Bauhaus auch noch an 1925 in Dessau. In Berlin entwarf er mehrere Wohnbauprojekte. Schon ab 1926 hatte er sich intensiv mit dem Thema Massenwohnbau zur Lösung städtebaulicher Probleme beschäftigt. 1934 emigrierte Walter Gropius nach England. Ein Jahr zuvor wurde das Bauhaus durch die Nationalsozialisten geschlossen. 1937 siedelte er in die USA über, wo er als Professor für Architektur an der „Graduate School of Design“ der Harvard-Universität arbeitete. Ende der 50er-Jahre verwirklichte er in Berlin das Hansa-Viertel.

Theaterhaus Jena

Theaterhaus Jena

Jena, 1921/1922
Der Umbau des Jenaer Stadttheaters war Gropius' erster Bauauftrag. Er realisierte ihn gemeinsam mit Adolf Meyer und Bauleiter Ernst Neufert. Das ehemalige Bühnenhaus blieb erhalten und wird heute noch genutzt.

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Haus Zuckerkandl

Haus Zuckerkandl

Jena, 1927-1929
Gropius errichtete sechs Privathäuser in Deutschland, darunter das Haus Zuckerkandl in Jena. Entworfen und erbaut wurde die Villa für Therese Zuckerkandl. Das Privathaus besitzt bis heute original Bauhaus-Möbel.

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Haus Auerbach

Haus Auerbach

Jena, 1924
Gropius baute sein erstes privates Wohnhaus für den Physiker und Kunstmäzen Dr. Felix Auerbach. Hier setzte er die in Weimar geborene Idee des Baukastensystems um.

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Denkmal der Märzgefallenen

Denkmal der Märzgefallenen

Weimar, 1920
Das Denkmal ist das einzige von Gropius umgesetzte Objekt in Weimar. Auf dem Historischen Friedhof erinnert es an die neun Toten des Kapp-Putsches 1920 in Weimar.

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Die Wirkungsorte von Gropius

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