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Kennen Sie schon?

das älteste Bierrezept Deutschlands, das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet der Welt oder die Heimstatt für Kräuterfrauen und Buckelapotheker? Rostbratwurst und Kloß sind in der ganzen Welt als Thüringer Spezialität bekannt und begehrt. Doch Thüringen hat kulinarisch noch mehr zu bieten.
Hätten Sie es gewusst?

Jährlich werden in Thüringen ca. 400 Millionen Bratwürste hergestellt. Das ist 2mal Äquatorlänge! Nur ein Drittel der Bratwürste verlässt Thüringen. Ein Durschnittsdeutscher konsumiert circa 30 Bratwürste im Jahr, der Thüringer konsumiert im Schnitt 80 Bratwürste pro Jahr.

Technische Angaben zur Thüringer Bratwurst:
Größe:       15 bis 20 cm
Gewicht:    100 bis 150g
Fettgehalt: unter 25% / kcal 270/100g

Don´t ketchup a bratwurst. Der echte Thüringer isst die Bratwurst mit Senf.

Kleine Senfkunde: Viele schätzen an ihm seine feine Schärfe. Die verliert Senf, wenn er während der Herstellung zu heiß behandelt wird. Häufig werden dem Senf dann Scharfmacher zugesetzt. Es lohnt sich also, auf die Zutaten zu schauen.

 

Jede Region hat ihr eigenes Rezept, überall heißen die Kartoffelbällchen anders. Den Klößen in der Meininger Gegend gab Frau Holle höchstpersönlich den Namen "Hütes". So erhielt laut Sage, der Bürgermeister das Rezept mit den Worten: "Hüte es."

Technische Angaben zum Thüringer Kloß:
Größe:    6-8cm im Durchmesser
Gewicht: 150 bis 180g
84 bis 150kcal pro Kloß

Zwiebelzöpfe gibt es nicht überall. Von Hand gebunden, schmücken sie nur im Herbst Thüringer Wochenmärkte. Die Tradition kommt aus Heldrungen. Schlaue Bauersfrauen wussten: gebundene Zippeln lassen sich besser zum Markte tragen, besser aufbewahren und sind zudem hübsch anzusehen.

Jede Landschaft bringt seine eigenen kulinarischen Schätze hervor, wobei Wurst nicht gleich Wurst ist. Der Feldgieker- eine Wurstspezialität aus dem Thüringer Eichsfeld, erhielt seinen Namen, weil die Wurst mehrere Monate in einer Kammer mit Fenster zum Norden zum Trocknen aufgehangen wurde und in dieser Zeit – was sollte sie auch anderes tun – ausgiebig aufs Feld giekte (guckte). Das Eichsfeld entdecken- bei uns im Thüringen Blog.

Ein Mutz ist ein kleines, scheues, bisher kaum gesehenes Waldtier, das in den Wäldern Ostthüringens lebt. Der Mutz gilt als schlau und schwer zu jagen. Mancherorts kann man den Thüringer Mutzbraten genießen. Das ist ein am Spieß über offenem Birkenholzfeuer gebratenes Stück vom Schweinekamm. Seinen unverwechselbaren, mutzähnlichen Geschmack erhält er durch eine Marinade aus Zwiebelscheiben, Schwarzbier, Salz, Pfeffer und Majoran in das der Mutzbraten mindestens 12 Stunden eingelegt wurde.

Die Buckelapotheker vertrieben ab dem 16. bis zum 20. Jahrhundert Olitäten (Naturheilmittel). Wenn man im Thüringer Schiefergebirge unterwegs ist, kann man noch heute Olitäten nach überlieferten Rezepten erwerben oder bei einem ausgiebigen Spaziergang oder einer Fahrt in der Oberweißbacher Berg- und Schwarzatalbahn einem Buckelapotheker begegnen. Mehr zum Thema gibt´s im Thüringen Blog.

Im Bier soll nur Hopfen, Malz und Wasser sein – so besagt es das erste deutsche Reinheitsgebot für Bier die „Statuta thaberna“. Diese Vorgabe wurde bereits 1434 im Thüringischen Weißensee von den Stadtvätern aufgesetzt. Den Bierbrauern, die sich nicht an diese Vorgabe hielten, drohte eine Geldstrafe in Höhe von 2 Mark und ein Verweis aus der Stadt. Übrigens: Auch heute wird in Weißensee noch Bier gebraut, das man in der Ratsbrauerei verköstigen kann.

In Thüringen hat Kuchenbacken Tradition. Eine Thüringer Hausfrau sollte mindestens 12 Sorten Kuchen backen. Als Kuchenstadt ist bis heute die Stadt Weida bekannt. Wer eine echte „Weidsche Kuchenfrau“ sein möchte, muss früh mit dem Backen anfangen. Es gilt die Jury mit vier selbstgebackenen Kreationen zu begeistern. Wenn sich 5 Frauen um den Titel bewerben, sind das für jedes Jurymitglied 20 Stückchen Kuchen. Eine Herausforderung selbst für Kuchenfreunde!

Auf dem 51. Breitengrad liegt das nördlichste Qualitätsweinanbaugebiet Deutschlands. Circa 1600 Sonnenstunden pro Jahr, wenig Niederschlag und Böden aus Buntsandstein, Lößlehm und Muschelkalk, die die Wärme speichern, lassen in der Region um Bad Sulza die Trauben von rund 30 Rebsorten für Rot- und Weißwein reifen. Weine aus dem Saale- Unstrut-Weinanbaugebiet überzeugen Kenner und Weinliebhaber. Mehr dazu auch im Thüringen Blog.

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Eure Thüringen-Rezepte

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Auf unserem Thüringen Blog stellen wir euch jeden Monat eine kulinarische Spezialität vor. Welche passenden Rezepte habt ihr parat? Teilt eure Kreationen mit uns und sahnt einen der Gewinne ab. Dein Rezept auf dem Thüringen Blog

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Altenburger Safran

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Seit neustem wird übrigens auch Safran in Thüringen in Altenburg angebaut. Für ein Gramm getrockneten Safran werden bis zu 200 Krokusse benötigt. Ganz schön verrückt die Gärtner in Altenburg. Wenn im September die Beete blau blühen ist bald Erntezeit. Einen Rundgang durch die Stadt gibts im Thüringen Blog.