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Thüringens Ost-West-Geschichte erleben

30 Jahre Mauerfall

Die friedliche Revolution der DDR-Bürger und der Fall der Mauer am 9. November 1989 läuteten das Ende der DDR und der innerdeutschen Teilung ein. Auch heute noch löst das historisch bedeutende Ereignis der Deutschen Wiedervereinigung immer noch tiefe Emotionen aus. In Thüringen erinnern Grenzmuseen, Gedenkstätten, aber auch die Natur mit Wander- und Radwegen an die Zeit vor 1989. Dauer- und Wechselausstellungen lassen die Schicksale von Flucht und Zwangsaussiedlung aus der Grenzregion nacherleben. Thematische Führungen, Vorträge, Seminare und ein breites museumspädagogisches Angebot vertiefen das Erlebnis.

Der Schnitt mitten durchs Eichsfelder Herz

Der Gehstock brachte Wohlstand in den Eichsfeldischen Zipfel; in das pittoreske Dorf Lindewerra, direkt an der hessisch-thüringischen Grenze. Die Brücke über die Werra auf die hessische Seite war eine besondere Errungenschaft der Lindewerrscher. Doch 1945 wurde die Brücke durch die Wehrmacht gesprengt, 1952 schloss sich der Eiserne Vorhang, Sperrgebiet – ein Schnitt mitten durchs Eichsfelder Herz.

Die ganze Geschichte lesen.

Geschichte erwandern

Bereits im Februar 1989 war sich der berühmte Naturfilmer Heinz Sielmann sicher: „Ich kann mir kein besseres Denkmal für eine überwundene deutsch-deutsche Grenze vorstellen, als einen großen Nationalpark von der Ostsee bis zum Thüringer Wald.“. Kaum war die Mauer 1989 gefallen, entwickelten rund 400 Naturschützer die Idee des „Grünen Bandes“ an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Es sollte ein Schutzgebiet sein, um die vielen unterschiedlichen Landschaftstypen und Lebensräume zu erhalten. Insgesamt ist es 1.393 Kilometer lang – davon mit 763 Kilometern mehr als die Hälfte in Thüringen. Ende 2018 wurde die 6.500 Hektar große Naturfläche zum Nationalen Naturmonument ernannt.

Mehr zum Grünen Band in Thüringen erfahren.

Grenzanlagen erinnern an Teilung

Die Grenzmuseen erinnern an die fast 40jährige deutsch-deutsche Teilung. Grenzzäune, Todesstreifen und Selbstschussanlagen sind zu sehen, Schicksale von Flucht und Zwangsaussiedlung aus der Grenzregion werden erlebbar.

Gedenken an die Opfer des DDR-Regimes

An die Unterdrückung und den Widerstand während der SED-Diktatur erinnern die Gedenkstätten in ehemaligen Stasi-Untersuchungs-Haftanstalten. In den Ausstellungen werden die Haftbedingungen der Gefangenen aufgezeigt. Bewegende Zeitzeugen-Berichte lassen die Besucher hautnah an den Einzelschicksalen teilhaben. 

Erinnerungen an die DDR

Von der Mai-Nelke bis hin zu Fahnen, Geldscheinen, Honecker-Portraits und komplett eingerichteten Büros finden Sie alles, was es in der DDR gab. Tauchen Sie in den Alltag der Deutschen Demokratischen Republik ein.

Mehr zur Ausstellung "Olle DDR" in der Museumbaracke Apolda.

Grünes Band - entlang der ehemaligen Grenze

Grünes Band - entlang der ehemaligen Grenze

Pflanzen und Tiere haben den hunderte Kilometer langen Grenzstreifen erobert. Hier beobachten Sie eine ungeahnte und seltene Artenvielfalt in einem einzigartigen Naturraum. Zugleich gibt es bis heute Zeugnisse der Teilung zu sehen.

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Kommentare

  • Dumontreise Smartmagazin Thüringen
  • Das Grüne Band in Thüringen – Vom Todesstreifen zur Lebenslinie. Wo einst Stacheldraht und Minen Ost und West trennten, leben heute bedrohte Tiere und Pflanzen. Grenzenlos Natur entdecken und Geschichte erleben. Jetzt kostenlos bestellen!

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