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St. Marienkirche Gera

Direkt am Mohrenplatz, im historischen Zentrum des Gerarer Stadteils "Untermhaus" befindet sich die Mitte des 15. Jahrhunderts errichtete Marienkirche. In der unmittelbaren Umgebung befindet sich das Geburtshaus des Malers Otto-Dix und die Stadtteilbrücke über die Weiße Elster.

Geschichte

Um die Wende zwischen 12. und 13. Jahrhunder wurde an dem heutigen Standort der Kirche eine Marien-Kapelle errichtet. 2 Jahrhunderte später erst wurden die Umbauten vorgenommen, die die Kirche zu ihrer heutigen Gestalt verhalfen. Der Turm, der Altarraum und der Hauptteil des Langhauses wurden im damals spätgotischen Stil errichtet. Zum Bau wurde der besondere Falkaer Sandstein verwendet. Ihn findet man unter anderem auch in den Mauern des Geraer Rathauses. 

Um 1736 herum wurde der Kirche eine eigene Pfarrgemeinde zugesprochen und umfangreiche Umgestaltungsmaßnahmen im barocken Stil werden vorgenommen: Neben der Verlegung des Altarschreins an die nördliche Seitenwand, wurden zusätzlich die Kanzel über dem Altar zwischen die Holzsäulen eingerichtet. Die farbliche Innengestaltung passte sich dem hellen und freundlichen Stil des Barock ebenso an. Fortan dominierten helle Weiß- und Goldtöne die Kirche. Die Fenster wurden ebenso gelichtet.

Ein Ende des 19. Jahrhunderts geplanter Komplettneubau der Kirche wurde noch abgewendet. Stattdessen entschied sich dei Gemeinde für eine gründliche Erneuerung der alten Bausubstanz. Auch um den Paltzansprüchen der schnell wachsenden Gemeinde zu entsprechen wurden Maßnahmen ergriffen: Das Kirchenschiff wurde bis in den Chorraum verlängert und ein seitlicher Anbau verbreiterte den Innenraum um 2 Meter nach Westen. Die neue Westfassade erhielt zudem 2 runde Türmchen in denen die Treppenaufgänge zu den Emporen Platz fanden. Die Sakristei wurde an die Südseite verlegt um dem neuen Seitenschiff platz zu machen. Außerdem wurde eine Fürstenloge eingebaut und eine Erhöhung des Langhauses mit Hilfe eines hölzernen Tonnengewölbes umgesetzt.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden noch einige Umbauten und Details verändert. So rückte der restaurierte Flügelaltar wieder inden Mittelpunkt des Altarraums. Weiter kosmetische und Konservierungsmaßnahmen wurden zum Erhalt des alten Gebäudes ergriffen. Die letzten großen Arbeiten im Jahr 2003/04 beinhalteten eine grundlegende Sanierung von Gewölbe und Treppe im Nordtürmchen.

Altar

Der äußerst kostbare, spätgotische Flügelaltar der Kirche wurde von den Familien Kudorf und Waltheym gestiftet und 1443 von Bischof Peter von Schleinitz geweiht. Auf den Außenseiten sind zwei Mitglieder der Stiftungsfamilien dargestellt, welche durch ihre jeweiligen Wappen besonders gut zu erkennen sind. Der Mittelschrein besteht aus 5 Holzplastiken mit der Darstellung der Mutter Jesu. Die Innenflügel zeigen 4 Gemälde auf Goldgrund: links Vorstellung Jesu im Tempel; rechts: Flucht nach Ägypten; unten links: Kindermord des Herodes; rechts: Tod der Maria. Das letzet Bild gibt einen Hinweis auf den unbekannten Künstler, welcher den Altar anfertigte. Er ist wohl im Franziskanerorden zu suchen. 

Öffnungszeiten

Montag: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Dienstag: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Mittwoch: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Donnerstag: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr
Freitag: 14:00 Uhr - 16:00 Uhr

Gottesdienst: sonntags 10.00 Uhr

Detailinformationen

  • Kirche
  • evangelisch

Service

  • Sprache: deutsch

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Lage

Kontakt

Kirche

Biermannplatz 4
07546 Gera

Telefon: +49 (0) 365 800 76 90
Telefon: +49 (0) 365 230 75

Ortsinformationen

Anreise