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Das barocke Universum

Schloss Friedenstein in Gotha ist mit seinen riesigen Beständen die reinste Schatztruhe. Als Besucher hat man die Qual der Wahl: zwischen Schlossmuseum, Historischem Museum, Museum der Natur oder dem einzigartigen Ekhof-Theater. Und das Herzogliche Museum vis-á-vis bietet einen eleganten wie pompösen Rahmen für die wertvollen Kunstsammlungen. Um das Schloss herum gibt es auch noch eine englische Parklandschaft - es gilt, das barocke Universum zu entdecken ...

Ob der Bauherr sich hier zurecht gefunden hat? 1268 Fenster und 500 Räume hat das Schloss, das Herzog Ernst I. von Sachsen-Gotha ab 1643 in nur zwölf Jahren erbauen ließ. Heute beherbergt es Millionen von Exponaten. Zumindest, wenn man die Insektensammlung mitzählt. Kunstkammer, Museum der Natur, Historisches Museum, Thüringisches Staatsarchiv und Forschungsbibliothek - Gothas riesiges Schlossensemble ist eine wahre Schatztruhe, denn alle Sammlungen haben sich seit 350 Jahren hier erhalten.

Die in aller Welt zusammengetragenen Schätze dienten damals übrigens der Staatsrepräsentation. Sie machten Gotha zu einem kulturellen und wissenschaftlichen Zentrum. Ein Besuch auf Friedenstein ermöglicht daher bis heute einmalige Einblicke in die Gedankenwelt des Barock.

Am Fuß des Schlossareals erstrahlt das Herzogliche Museum in altem Glanz. Dort wird Kunst von der Antike bis in die Neuzeit präsentiert - darunter Werke von Cranach, Caspar David Friedrich sowie eine der ältesten Ägyptischen Sammlungen Europas.

Farbig inszeniert: die Gemäldesammlung im Herzoglichen Museum ist ein Hingucker in allen Facetten.

Keimzelle der Kunstsammlungen: Die Kunstkammer vereinigt ererbten Kunstbesitz der kurfürstlich sächsich-ernestinischen Vorfahren Ernst I. als auch beständige Neuerwerbungen über die Jahrhunderte.

Imposant: Schloss Friedenstein ist eines der am besten erhaltenen Baudenkmäler des Frühbarock. Ernst I., Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg, erbaute seine Residenz zwischen 1643 und 1654. Sie wurde nie zerstört.

Wunderbare Raumfluchten: Vom Bet- und Ankleidezimmer, dem Appartement des Herzogs, sieht man bis in den Festsaal. Zusammen mit dem Audienzsaal und dem Zimmer der Herzogin erstreckt sich eine Sichtachse durch die Säle, wie sie aus dieser Zeit kaum irgendwo zu sehen ist.

An der Ostseite von Schloss Friedenstein liegt die barocke Gartenanlage, flankiert von Orangeriebauten aus dem 18. Jahrhundert.

Noch heute sind die Säle und Räume des Schlosses in ihrer originalen Form und Gestaltung im Stil des Hochbarock und Frühklassiszismus zum großen Teil erhalten. Besonders prunkvoll ist der Festsaal.

Lieblings-Schätze:

EIN ANGENEHMES LÜFTCHEN, BITTE!
Herzog August von Sachsen-Gotha-Altenburg war ein großer Sammler, auch von Fächern. Etwa 1000 gibt es insgesamt auf Schloss Friedenstein, einige von ihnen sind im Herzoglichen Museum zu bewundern. Die wertvollen Stücke aus Europa und Asien erzählen sehr anmutig die Geschichte des Luft-Fächelns.

 

BRIEFBESCHWERER MIT EXOTISCHEM TOUCH
Diesen Elefanten der Dinglinger-Brüder schenkte Magdalena Augusta von Sachsen-Gotha-Altenburg ihrem Gatten Friedrich II. zum Geburtstag. Ein schwerer Junge - voller Edelsteine. Zu bewundern in der Kunstkammer des Schlossmuseums.

FLOWER POWER
Der Mann trägt einen Kranz wilder Rosen als Zeichen seiner Liebe auf dem Kopf, sie hält eine zarte Rose in der Hand. Das Gemälde stammt vom Meister des Amsterdamer Kabinetts, entstand um 1480 und heißt "Das Gotheater Liebespaar". Es ist das erste, weltliche Doppelporträt der deutschen Tafelmalerei, zu sehen im Herzoglichen Museum.

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