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Lyonel Feininger

Als erster Bauhaus-Meister in Weimar entwarf er unter anderem das Titelbild des Bauhausmanifests. Die Kirche in Gelmeroda im Weimarer Land, welche als „Kathedrale der Zukunft“ den Titel schmückte, bildete er über 100 Mal ab.

Künstler und Meister

Der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist arbeitete schon ab 1919 am Bauhaus und war somit einer der ersten Meister. Davor hatte er engen Kontakt zur Künstlergruppe „Brücke“ und zu den Künstlern der Gruppe „Der Blaue Reiter“. Feininger entwarf 1919 für das Titelblatt des Bauhaus-Manifests den berühmten Holzschnitt „Die Kathedrale“, der die angestrebte Einheit von Handwerk und Kunst versinnbildlichte.

Bis 1925 leitete er die Graphische Druckerei am Bauhaus, in der wichtige Editionen entstanden wie die „Bauhaus-Mappen“. Berühmt wurden Feiningers Bilder von Dörfern rund um Weimar, unter anderem seine Gemälde der Kirche in Gelmeroda, die er durchnummerierte. Auch in anderen Orten, wie etwa Niedergrunstedt, Mellingen, Tiefurt oder Oberweimar, malte er viel. Heute kann man sich auf dem 28 Kilometer langen Feininger-Radweg auf seine Spuren begeben. 1937 gelang dem Künstler die Flucht von Berlin in die USA, wo er als freier Maler in New York arbeitete. Unter der nationalsozialistischen Diktatur galt seine Kunst als entartet. Dennoch stellte er in den 50er-Jahren auch wieder in Deutschland aus.

Dorfkirche Gelmeroda

Dorfkirche Gelmeroda

Gelmeroda
Als Feiningerkirche bekannt, hat Lyonel Feininger die Stadtkirche in Gelmeroda ab 1906 über 100 Mal abgebildet. Sie ziert unter anderem den Titel des Bauhausmanifests.

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Feininger-Radweg

Feininger-Radweg

Weimarer Umland
Mit dem Rad unterwegs auf Motivsuche drehte Feininger seine Runden um Weimar. Der Feininger-Radweg führt entlang wichtiger Motive wie der Kirche in Gelmeroda. In Mellingen wurde ein Turm errichtet, welcher an Feiningers Zeichenart angelehnt ist.

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Die Wirkungsorte von Feininger

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