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Lutherweg von Neustadt an der Orla nach Weida

Höhe und Position

Mehrfach hielt sich Martin Luther in der an Sehenswürdigkeiten reichen mittelalterlichen Stadt Neustadt an der Orla als Visitator auf. Im heutigen Lutherhaus soll er gewohnt haben.

Ein Meisterwerk Lucas Cranach d. Ä. ist mit dem Flügelaltar in der Stadtkirche St. Johhannis zu  bewundern. Der Altar gehört zu den ersten Aufträgen, die der Wittenberger Hofmaler von der Bürgerschaft der Stadt erhalten hat. Auf drei Fuhrwerken verpackt, traf das kostbare Werk 1513 aus Wittenberg ein. Weil Martin Luther sich 1524 schützend vor das Kunstwerk seines Freundes Cranach stellte, steht es bis heute unverändert an seinem Platz. So ist es möglich, sich in die Darstellung des Weltgerichts auf der Predella zu vertiefen und in dem reichen Skulpturen- und Bilderwerk Heiligenlegenden und die biblische Geschichte in Cranachs früher Formensprache zu erleben.

Im Stadtzentrum  von Auma befindet sich die 1413 fertig gestellte Liebfrauenkirche mit Kirchturm aus dem 12. Jahrhundert. Die Orgel des Gotteshauses wurde 1818 vom Silbermannschüler Trampeli gebaut. In der Kirche befinden sich die "Heilige Katharina" und weitere Schnitzfiguren aus der Saalfelder Schnitzschule des Riemenschneiderschülers Hans Gottwald.

Ursprünglich hatte Weida zwei Stadtpfarrkirchen und zwei Klöster. Mit der Einführung der Reformation 1524 und der Vereinigung der beiden Weidaer Stadthälften zu einem Kirchspiel wurde die Klosterkirche der Franziskaner zur Stadtkirche. Prediger ist zunächst der Mildenfurther Mönch Peter Ackermann, dann Johann Gülden. Gülden ist Eiferer, Luther mahnt ihn zur Mäßigung. Aus dieser Zeit ist ein einziger Brief Luthers an den evangelischen Pfarrer Johann Gülden erhalten. Pfarrer Gülden hatte sich an Luther gewandt mit der Bitte um Unterstützung in der Auseinandersetzung mit dem Pfarrer der zweiten Weidaer Kirche. Der Streit ging - wohl auch durch das Eingreifen Luthers - zugunsten von Pfarrer Gülden aus. Luther selbst hat 1530 in der Weidaer Stadtkirche gepredigt.

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit Weidas ist die Osterburg, die in den Jahren 1163 bis 1193 errichtet wurde. Die Osterburg wurde Stammburg der Vögte und die Stadt Weida gilt seitdem als Wiege des Vogtlandes.

 

Streckenführung

Neustadt an der Orla - Moderwitz - Wüstenwetzdorf - Wolcheteich - Auma - Wiebelsdorf - Wöhlsdorf - Staitz - Jägerhaus - Sängerstein - Osterburg Weida - Weida

Unterkünfte

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Streckeninformationen

  • Start: Neustadt an der Orla
  • Ziel: Weida
  • Höhenlage: 233 m - 499 m ü.NN
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Wegelänge: 35 km
  • Wegezeit: 8,5 h
  • Barrierefrei: nie
  • Kinderwagen geeignet: nie
  • Markierung: grünes "L" auf weißem Quadrat
  • Begehbarkeit: beste Wanderzeit von Ostern bis Anfang November