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Lutherweg von Gera nach Schmölln

Höhe und Position

Die Einführung der Reformation in Gera erfolgte erst 1533. Eine am 31. Oktober 1817 anlässlich des 300. Jahrestages der Reformation und des 4. Jahrestages der Völkerschlacht bei Leipzig vom Regierungssekretär Christian Gottlieb Dinger gepflanzte "Lutherlinde" soll daran erinnern.

Die Otto-Dix-Stadt Gera ist Geburtsort des weltweit bekannten Wilhelm Heinrich Otto Dix, einer der bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts. Im Geburtshaus des Malers und Grafikers erwarten den Besucher eine Gemäldegalerie und das Ambiente eines Arbeiterhaushaltes um 1900.

Bauhauswegbereiter Henry van de Velde konzipierte Haus Schulenburg 1913/14 als Wohnhaus für die Familie des Industriellen Paul Schulenburg und schuf damit ein Gesamtkunstwerk. Neben der Architektur gestaltete Henry van de Velde ebenfalls die Innenausstattung.

Johann Sebastian Bach selbst prüfte im Jahr 1725 die Orgel in der Salvatorkirche. Die unmittelbar an der Weißen Elster gelegene spätgotische Marienkirche ist Wahrzeichen des Geraer Stadtteils Untermhaus. Um 1440 errichtet, beherbergt sie einen kostbaren spätgotischen Flügelaltar. Der Altarraum soll bereits 1193 erbaut worden sein, womit die Marienkirche zu den ältesten Kirchen Ostthüringens gehört.

Bekannt sind auch die Geraer Höhler, in denen Bier in unterirdischen Labyrinthen aus Gängen und Nischen, fünf bis elf Meter unter der Erde gelagert wurde. Ein Teil der Höhler ist heute noch zu besichtigen.

Auch wenn Bad Köstritz nicht unmittelbar am Lutherweg liegt, so lohnt sich ein Abstecher dorthin, dem Endpunkt der "Reußischen Fürstenstraße". Hier kam 1585 Heinrich Schütz, neben Johann Walter und Johann Sebastian Bach der "protestantischste" Komponist überhaupt, zur Welt. Der in Motetten, Historien oder Psalmvertonungen umgesetzte Bibeltext ist klingende Textausdeutung. Dies ganz im Sinne des Luther zugeschriebenen Spruches: "Wer musiziert, betet doppelt." 1627 fand in Schloss Osterstein Gera die Aufführung der Tragikomödie "Daphne" des eng mit dem Reußischen Hof verbundenen Komponisten Heinrich Schütz statt.

Schmölln besitzt eine der größten Marktanlagen Mitteldeutschlands und ein sehenswertes Rathaus mit Sitznischenportal im Eingangsbereich, einer Freitreppe und Vorhangbogenfenster. Die an der Vorderseite des Rathauses angebrachten gekreuzten Schwerter weisen auf das einstige Recht der Gerichtsbarkeit hin. Der Perlmutterknopfdrechsler Hermann Donath war es, der den Grundstein für die Schmöllner Knopfindustrie legte. Heute erhält man im Knopf- und Regionalmuseum einen umfangreichen Überblick über die wechselvolle Geschichte der Schmöllner Knopfindustrie.

Streckenführung

Gera (Kirche St. Salvator - Lutherlinde - Ferberturm - Zschippern - Collis - Gessental) - Neue Landschaft - Ronneburg - Paitzdorf -  Mennsdorf - Posterstein (Burg) - Rothenmühle - Nöbdenitz - Lohma - Burkersdorf - Schmölln

Unterkünfte

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Streckeninformationen

  • Start: Gera
  • Ziel: Schmölln
  • Höhenlage: 203 m - 307 m ü.NN
  • Schwierigkeitsgrad: mittel
  • Wegelänge: 28 km
  • Wegezeit: 7 h
  • Barrierefrei: nie
  • Kinderwagen geeignet: nie
  • Markierung: grünes "L" auf weißem Quadrat
  • Begehbarkeit: beste Wanderzeit von Ostern bis Anfang November