Seite empfehlen:

Im Novemberwald

Zugegeben, November hat nicht den besten Ruf als heimischer Urlaubsmonat. Wir meinen jedoch zu Unrecht. Gerade im Spätherbst, wenn die Bäume ihr Laub abgeworfen haben, am Morgen feuchte Nebel durch die Waldtäler ziehen und die Tage kürzer werden ist eine gute Zeit zum Entschleunigen. Der Wald riecht nach feuchtem Laub, und der knarrende Ruf der Elsterdohle schwebt über den Bergen. Wenn dann die Morgennebel sinken, leuchtet ein kühl-blauer Himmel über uns. Verblüffend, wie schön sich die dunklen, blattlosen Äste dagegen abzeichnen. So eine kurze Auszeit vor dem Feiertags-Countdown im Dezember, Kräfte sammeln und zur Ruhe kommen – das geht gut in Thüringen.

Tausende von Kranichen machen jedes Jahr im Herbst Rast am Kelbraer Stausee zu Füßen des Kyffhäuser-Gebirges.

Eine Wanderung im herbstlichen Thüringer Wald hat etwas Meditatives. Und es ist nicht ausgemacht, dass das Wetter immer grau ist.

In den Flusstälern sammeln sich die Nebel, wenn die Sonne versinkt. Sie verwandeln die Landschaft in ein verwunschenes Panorama.  

Im Herbst packt der Thüringer Wald nahe Ilmenau seinen Farbkasten aus. Kein Wunder, dass Dichter Johann Wolfgang von Goethe die Region liebte.

Morgendlicher Reif zaubert den ersten Hauch von Winter in den Thüringer Wald.

Bergklima hat seinen Reiz

Schon in mittleren Höhen von Gebirgen ist es zu finden, das Reizklima! Es bedeutet nichts anderes als ein (dezenter) Stress für den Körper durch ein leicht vermindertes Sauerstoffangebot. Doch der Stress hat positive Effekte: Die Zahl der roten Blutkörperchen steigt an, mehr Sauerstoff gelangt ins Gewebe. Wir schlafen bessern und stärken unsere Immunabwehr. So ein Aufenthalt in den Bergen kann ein wahrer Jungbrunnen sein! Mit jedem Höhenmeter nimmt die Schadstoffkonzentration in der Luft ab. Und auch die Seele profitiert, denn wenn man von hoch oben ins Tal hinunterblickt, dann verschwinden schon mal die Alltagssorgen für eine Weile.

Im Thüringer Wald geht das gut. Noch dazu ist man hier oft allein auf Wanderwegen unterwegs. Natürlich ist das Wetter kühler und auch schon mal feuchter. Aber dann sitzt man am Abend vor dem flackernden Kaminfeuer im Ferienhaus am Waldesrand und fühlt sich gleichzeitig angenehm erschöpft und sehr lebendig. Ja, das kann er, der Herbst in Thüringens Bergen.

Tipps für einen Tag im Thüringer Wald gibt es hier.

Wanderregion Masserberg

Masserberg im östlichen Thüringer Wald ist bekannt für sein Heilklima. Und das schon seit 1897. Wer hierher kommt, der sucht Ruhe und Ungestörtheit abseits großer Verkehrsströme und in der reinen Luft der Berge. Der Ort liegt am Kamm des Gebirges, immer bewegt sich hier die Luft und bläst Schadstoffe und Allergene fort.

Wandern in der Region ist wie eine Kur für Körper und Geist. Zum regionalen Wegenetz gehört auch ein Abschnitt des Rennsteigs. Nur etwa 15 Gehminuten vom Zentrum Masserbergs aus steht die Rennsteigwarte, der einzige Aussichtsturm am Rennsteig. Wagt man sich über die 150 Stufen hinauf zur verglasten Plattform, kann man bis in die Rhön schauen, oder auch bis Weimar. Spektakulär!
Unweit des Turms liegt auf einer Lichtung die Quelle der Werra. Seit 1910 ist sie in Stein gefasst, so dass das Quellwasser jetzt aus einem Löwenkopf rinnt. Dies ist auch ein guter Ort für eine Rast, denn hier steht die Werraquellhütte. Es soll Masserberger geben, die allein wegen der schmackhaften Küche immer wieder hierher wandern. Und wandern müssen sie, denn die Anreise im PKW ist zum Schutz des sensiblen Ökosystems untersagt.

Empfehlungen für Wanderwege in der Region Masserberg geben die Seiten des Regionalverbundes Thüringer Wald.

Waldwellness in Thüringen

Die Begegnung mit der herbstlichen Natur ist wie eine Meditation über das Leben und den Sinn unseres Daseins. Im Wald sind wir umgeben von etwas, das größer ist als wir. Ein tröstendes Gefühl. Wälder sind Orte des Aufatmens, Kraftschöpfens und Loslassens. Der Begriff Waldwellness lässt sich so gesehen weit fassen. Er reicht von der Wanderung, dem stillen Verweilen, Lauschen, Schauen und Schnuppern bis hin zum entspannten Bergwiesenheubad oder der Kräutermassage. Hier gibt es Tipps für Waldwellness in Thüringen.

Ein Haus am Wald

Es ist wie in einem Kindertraum. Ich stapfe über die reifbedeckte Wiese auf das Haus zu. Ein letzter Sonnenstrahl fällt blassrötlich und schräg durch eine Wolkenlücke. Für einen Moment ist die Szenerie verzaubert. Ich halte inne und lausche dem Ruf der Elsterdohle. Dann trete ich ein. Meine Wangen brennen leicht von der feuchten Kühle des Novemberwaldes. Ich freue mich auf die Sauna, ganz für mich allein. Später werde ich im kuscheligen Lesesessel sitzen, neben mir das prasselnde Feuer des Kamins. Mit einem Rotwein in der Hand schaue ich dann durch die großen Panoramafenster auf die dunkle Kulisse der Baumriesen. Ein Traum. Und dann werde ich mich fragen, warum ich diesen Ort nicht schon eher gefunden habe. Aber jetzt bin ich ja hier, in Ruhla, in der Ferienhaus Lichtung.

Kommentare

Heu macht schön

Heu macht schön

Sagt jedenfalls der Heu-Heinrich. Und der muss es wissen, er ist Spezialist für Heu. Das kräuterreiche Thüringer Heu steckt voller guten Inhaltsstoffe und bildet die Grundlage für Lotionen, Hautöle, Badezusätze und anderes mehr. Auch das Familienkaninchen kann davon profitieren.

Verwöhnprogramm am Waldesrand

Verwöhnprogramm am Waldesrand

Sauna, Massage, Kaminfeuer und Panoramafenster: Bloggerin Julia Patzenhauer probiert das ganze Verwöhnprogramm in Ferienhaus Lichtung in Ruhla. Auch ein Fernsehkoch ist mit von der Partie.