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Heldrungen

Die Stadt Heldrungen liegt in der Unstrut-Niederung an den Ausläufern der Hohen Schrecke und Schmücke, etwa 7 km von der Grenze zum Landkreis Sömmerda entfernt. Urkundlich wird Heldrungen 777 und 786 als Heltrung, später als Heltrungen, Helterungen, Haltrungen und Haldrungin erwähnt. Die Stadt steht auf uraltem geschichtlichen Boden. Wahrscheinlich haben suebische Stämme zwischen dem 3. und 4. Jh. auf ihrem Weg nach Thüringen die älteste Siedlung angelegt. Der Ort lag einst auf halbem Weg zwischen Oldisleben und der heutigen Stadt. Nach Erbauung der Wasserburg siedelten die Bewohner in deren Schutz über. Das Heldrunger Edelherrengeschlecht "die Hartmanns" soll im 9. oder 10. Jh. die erste Anlage der Burg als Flieh- oder Wallburg gebaut haben. Eigentliche Bedeutung erlangte die Burg erst im 16. Jh. unter den Mansfelder Grafen, die von 1512 - 1513 an Stelle der Burg ihre "Veste Heldrungen" bauten. Bei diesem Bau wurde ebenfalls die gewaltige Wallanlage mit ihren zwei Grabensystemen angelegt, die heute noch in ihrer Erhaltung in Mitteleuropa fast einzigartig ist. Nach der blutigen Niederschlagung des Bauernaufstandes von 1525 schmachtete Thomas Müntzer in den Verliesen der Veste. Auf dem fruchtbaren Schwemmland der Unstrut und des Helderbaches erwuchs vor 300 - 400 Jahren ein Haupterwerbszweig der Stadt: der Gemüseanbau. Ein Markenzeichen der Stadt sind die Zwiebelzöpfe.

Luther 2017 – 500 Jahre Reformation

Die Burg Heldrungen diente während des Bauernkrieges im Jahr 1525 als wichtiger Stützpunkt. Eine Tafel am 1805 gekappten Turm des Südflügels hält fest: „Bauernführer Thomas Müntzer in Kerkerhaft auf Schloss Heldrungen vom 17. – 23. 5. 1525.“

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06577 Heldrungen

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