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Georgenkirche Eisenach

Das Zentrum der Altstadt Eisenach prägt die große Georgenkirche, welche im südlichen Bereich des Marktes steht. Während der Zeit der Reformation predigte Martin Luther hier regelmäßig. Diese Tatsache macht die Kirche zu einem der ältesten protestantischen Gotthäuser Europas. Bis zur Zusammenlegung der ehemaligen Kirchenprovinzen Sachsen und Thüringen war sie die Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen-Kirche Thüringens. 

Gebäude

Im Jahre 1196 erstmals erwähnt ist die Kirche bis in die heutige Zeit häufig umgebaut und erweitert worden. Die Grundform jedoch ist bis in die Neuzeit im Stile einer gotischen Hallenkirche erhalten geblieben. Jedoch prägen die epochalen Veränderungen das Mischbild des Gebäudes. Erst Ende des 19.Jahrhunderts erhielt die Kirche ihren, im neobarocken Stil gestalteten, Turm. Im Glockenhaus von 1585 sind in den 70er Jahren Wohnräume eingerichtet worden. Das heutige Aussehen der Kirche wurde seit der letzten Renovierung von 1978 und einer Innenraumaufarbeitung von 2011 nicht weiter verändert, sonder nur in Stand gesetzt.

Geschichte

In der Georgenkirche sind im Chorraum die Grabplatten der ehemaligen Thüringer Landgrafen gebettet. Sie wurden nach der Wahl Eisenachs zur Residenzstadt vom ehemaligen Kloster Reinhardstbrunn hierher verlegt. 1221 wurden hier der Landgraf Ludwig IV. und die Königstocher Elisabeth von Ungarn vermählt. Sie ist nach ihrem Tod von der katholischen Kirche heilig gesprochen worden und heute als die "Heilige Elisabth von Thüringen" bekannt.
Nach seiner Ächtung im Wormser Edikt von 1521 predigte der flüchtige Martin Luther in der Georgenkirche zu Eisenach.
1685 wurde der wohl bekanntest Musiker und Komponist des Barock in der Georgenkirche getauft. Sein Name: Johann Sebastian Bach. Ein weiterer bedeutender Vertreter barocker Musik war häufiger Gast in der Georgenkirche. Georg Philipp Telemann komponierte in seiner 4 Jährigen Aufenthaltszeit am Eisenacher Hof ab 1708 zahlreiche Konzerte, Kantaten, Serenaden und Kirchenmusiken. 1709 heiratete er hier Amalie Luise Juliane Eberlin. 

Orgel

Die Georgenkirche beherbergt eine wertvolle Schuke-Orgel von 1982. Mit ihrem Einbau wurde ein, von 1911 stammendes Instrument der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden ersetzt. Das Prospekt, also die Äußere Erscheinung der Orgel stammt noch von der Ende des 17. Jahrhunderts gebauten Sterzing-Orgel, welche damals die größte Orgel Thüringens war. 

Glocken

Die Georgenkirche besitzt ein Geläut aus fünf Glocken im 62 m hohen Turm. Die älteste ist die sog. Sonntagsglocke von 1585 mit einem Relief des Heiligen Georg. Sie ist ein Umguss einer historischen Glocke aus dem 13. Jahrhundert. Die jüngste und größte Glocke, die Feiertagsglocke, stammt von 1960 und wurde in Apolda gegossen. Sie hat einen Durchmesser von 1,86m und ist mehr als 3,5 t schwer.

Öffnungszeiten

Nov.- März 10.00 - 12.00 Uhr und 14.00 - 16.00 Uhr,
April - Okt. 10.00 - 12.30 Uhr und 14.00 - 17.00 Uhr

Detailinformationen

  • Renaissance
  • Kirche
  • evangelisch

Service

  • Führung mit Anmeldung
  • Sprache: deutsch

Kommentare

Lage

Kontakt

Georgenkirche

Markt
99817 Eisenach

Telefon: +49 (0) 3691 213126

Ortsinformationen

Anreise