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Ettersburg

Eine Stiftungsurkunde des Grafen Berno von Querfurt aus dem Jahre 1085 gilt als urkundliche Ersterwähnung des Ortes. Der Graf stiftete ein Augustinerkonvent, welches dem Kloster Mainz unterstellt war. In der Nähe des Ortes entstand eine Burg, die nach Bernos Sohn Wichmann benannt wurde. Reste der Anlagen, wie Wall und Bergfried sind noch im Boden erkennbar. Durch mehrere Überfälle der Burgherren auf das Umland, sah sich Ludwig der Heilige genötigt, seinen Bruder Heinrich Raspe mit der Zerstörung der Burg zu beauftragen. Nach dem Wiederaufbau gelangte die Burg in den Besitz der Grafen von Gleichen und wurde 1477 an das Stift verkauft. 1525 wurde das Stift, als Folge der Reformation geschlossen und enteignet. In der Folge wurde 1544 die Stiftskirche teilweise abgebrochen. Nachdem Ettersburg in den Besitz der Herzöge von Sachsen-Weimar-Eisenach gelangte, begann 1706 der Bau des ersten Schlosses auf den Grundmauern der Klosteranlage. Schon 1723 wurde mit der Errichtung des zweiten Schlosses begonnen. Diese Anlage wurde 1736 unter Herzog Ernst August vollendet. Herzogin Anna Amalia nutzte zwischen 1776 und 1782 die Gebäude für ihren Sommeraufenthalt. Hierdurch wurde Ettersburg zu einem Zentrum der Weimarer Klassik um Johann Wolfgang von Goethe und Christoph Martin Wieland. Ab 1842 nutzte der spätere Großherzog Carl Alexander Ettersburg als Residenz. Bekannte Personen, wie unter anderem Franz Liszt, Hans Christian Andersen, Heinrich Hebbel und Moritz von Schwind waren in dieser Zeit zu Gast. 1921 gingen Schloss und Kammergut in den Besitz des Landes Thüringen über. in der Folge wurde ein Landeserziehungsheim eingerichtet, das beispielsweise Ausbildungsstätte von Wernher von Braun war. Seit 1945 wurde das Gebäude wechselnd genutzt.

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