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Die Künstler am Bauhaus Weimar

"Meine Idee ist keine kleine", schrieb der Gründer des Bauhauses Walter Gropius im April 1919. "ich glaube bestimmt, dass Weimar gerade um seiner Weltbekanntheit willen der geeignetste Boden ist, um dort den Grundstein einer Republik der Geister zu legen."

 

Bauhausdirektor Walter Gropius

Walter Gropius hatte sich Weimar bewusst ausgesucht, in der Klassikerstadt wollte er seine Kunstschule ganz neuen Typs verwirklichen. Im Zusammenspiel aller Künste und des Handwerks sollte der Bau der Zukunft entstehen und ein besseres, modernes Leben gestaltet werden. Gropius leitete das Bauhaus auch noch in Dessau. 1934 emigrierte Walter Gropius nach England, 1937 in die USA, wo er als Professor für Architektur an der "Graduate School of Design" der Harvard-Universität arbeitete.

"Ich und die Farben sind eins"

Ab 1920 lehrte Paul Klee, der als einer der bedeutendsten bildenden Künstler der Klassischen Moderne gilt, als Formmeister am Bauhaus in Weimar und später in Dessau. Zuvor stand der Künstler und Grafiker in engem Kontakt zur Künstlergemeinschaft "Der Blaue Reiter". Ab 1931 war Klee Professor an der Kunstakademie Düsseldorf. Nach der Machtergreifung der Nazis wurde er entlassen und ging in seine Heimat, die Schweiz, zurück

 

Kompositionen aus geometrischen Grundformen

Früh erkannte Bauhaus-Meister László Moholy-Nagy ihr Talent und holte sie in die Metallwerkstatt. Unter der Verwendung der am Bauhaus typischen geometrischen Grundformen Quadrat, Kreis und Dreieck entwarf Marianne Brandt Gebrauchsgegenstände, die heute als Design-Ikonen gelten. Etwa das Kaffee- uund Teeservice von 1924 - die kostbarste Arbeit am Bauhhaus überhaupt.

Kunst als Notwendigkeit

Lyonel Feininger arbeitete schon ab 1919 am Bauhaus. Als erster Meister in Weimar entwarf der deutsch-amerikanische Maler, Grafiker und Karikaturist für das Titelblatt des Bauhaus-Manifests den berühmten Holzschnitt "Die Kathedrale der Zukunft". Sie versinnbildlicht die angestrebte Einheit von Handwerk und Kunst. Bis 1925 leitete er die Graphische Druckerei. Berühmt wurden Feiningers Bilder von Dörfern rund um Weimar, die er häufig mit seinem Rad bereiste. Das Kirchen-Motiv von Gelmeroda hielt er in knapp 150 Werken fest.

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