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Aus Liebe zum guten Ton

In Thüringen spielt bis heute die Musik – aber die stammt nicht immer von Bach oder Liszt. Thüringen hat viele große Komponisten angezogen und zu ihren größten Werken inspiriert. Wir haben Ihnen einige von Ihnen hier in Szene gesetzt. Wussten Sie, dass diese Musiker ebenfalls in enger Verbindung zu Thüringen stehen?

Der Vater der Musik: Heinrich Schütz

So lange ist das her: Bach kam erst viel später. Exakt 100 Jahre übrigens. Heinrich Schütz, geboren in 1585 in Bad Köstritz an der Elster, war der wichtigste deutsche Komponist der Vor-Bach-Zeit; dem Frühbarock. Schütz wurde für die damalige Zeit ungewöhnlich als – 87 Jahre. Davon war er 55 Jahre lang Kapellmeister des sächsischen Kurfürsten in Dresden. Schütz ist vor allem bekannt für das Komponieren von geistlicher Chormusik.

Auf die Welt aber kam er aber in Thüringen, und deshalb ist ihm in seinem Geburtshaus eine Ausstellung gewidmet. Im Heinrich-Schütz-Haus dokumentiert eine Dauerausstellung über sein Leben und Werk in sechs Räumen auf circa 180 Quadratmetern.

Außerdem gibt’s in Bad Köstritz viele Konzerte, Kurse und Veranstaltungen rund um die Alte Musik.

Mehr zur Ausstellung und dem Schütz-Haus

Barocker Multitasker: Georg Philipp Telemann

Er probierte es mir Jura, aber so richtig wurde daraus nichts. Lieber dirigierte Georg Philipp Telemann Opern und trat als Sänger auf. So wechselte er das Metier, wurde Organist und später Kapellmeister. Im Jahre 1708 kam Telemann als Konzertmeister und Kantor an den Hof des Herzogs Johann Wilhelm in Eisenach und gründete dort ein Orchester. Bis 1712 blieb er und lernte u.a. auch einen anderen jungen Mann kennen, der noch von sich reden machen sollte: Johann Sebastian Bach. Die Eisenacher Zeit nannte Georg Philipp Telemann später „meine hohe Schule“. Und das war nicht nur in Hinblick auf die Musik gemeint. Auch im „Christenthume“ sei er ein anderer Mensch geworden in Thüringen, schrieb er.

Mehr zu Telemanns Wirken in Eisenach

Event-Tipp: Telemann-Tage in Eisenach

Alle 2 Jahre finden die Telemann-Tage in Eisenach statt. In 2021 feiert die Veranstaltung bereits ihre 20. Auflage. Das Festival wartet mit Konzerten, Kantatengottesdiensten, Workshops, Ballettaufführungen, Führungen und vielem mehr auf.

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Meiningen-Liebhaber: Max Reger

Wie es ihm gefiel: Manchmal änderte Max Reger einfach ein paar Kleinigkeiten an den Brahms-Sinfonien und brachte sie so abgeändert zur Aufführung. In Meiningen war man darüber nicht sehr amüsiert, es gab Ärger. Trotzdem mochten sie sich, die Meininger und der bayerische Komponist, der von 1911 bis 1914 das dortige Orchester leitete. Er sagte einmal: „Es gibt nur ein Orchester, das ich haben möchte: Meiningen.” Sein wahrscheinlich bekanntestes Werk hat Max Reger dann auch der Meininger Hofkapelle gewidmet – die Mozart-Variationen, op. 132. Thüringen kannte er schon aus Studienzeiten: Denn Reger hatte unter anderem bei Hugo Riemann in Sondershausen Musik studiert. Im Schloss Elisabethenburg in Meiningen ist heute das Max-Reger-Archiv untergebracht.

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Geheimtipp: Max Regers Aktentasche

Begleiten Sie Susen Reuter auf ihrem Rundgang durch Schloss Elisabethenburg in Meiningen. Hier stößt man nicht nur auf selbstspielende Musikinstrumente, sondern wirft auch einen Blick in Max Regers Aktentasche.

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Der Traditionalist: Johannes Brahms

„Eine interessantere Persönlichkeit als Dr. Brahms dürfte kaum sobald wieder auf der Werrabahn ein Billet lösen“, schrieb Hans von Bülow 1881 begeistert an seinen Herzog Georg II. Dr. Brahms, das war Johannes Brahms. Er probte auf Einladung Bülows – Liszt-Schüler, Wagner-Schüler und damals Intendant der Hofkapelle Meiningen – das 2. Klavierkonzert in B-Dur, das die beiden gemeinsam zur Aufführung brachten; mit Brahms am Klavier. Dem Komponisten gefiel es in Meiningen, er fuhr nun öfter mit dem Bummelzug, wohnte in der Elisabethenburg, gab viele Konzerte mit Bülow. Höhepunkt der künstlerischen Zusammenarbeit: Die Uraufführung der 4. Brahms-Sinfonie am 25. Oktober 1885. Die Meininger waren aus dem Häuschen.

Infos zur Ausstellung in den Meininger Museen

Musikland Thüringen

Von B wie Bach bis Z wie Zughafen: Bei einer Thüringen-Rundreise ist Musik allgegenwärtig. Ob in Lebens- und Wirkungsorten großer Komponisten, in Museen voller Musikgeschichte, an Orten, die berühmte Musiker inspirierten, zu Besuch bei traditionsreichen Orchestern und Instrumentenbauern, bei renommierten Festivals oder einfach auf der Straße – Thüringen feiert seine Musik und alle wichtigen Orte, die damit in Verbindung stehen.

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Meilensteine
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