Aus Flanieren wird Feiern.

Kleine Momente. Große Freude.

Ein Samstag in Thüringen. Die Sonne scheint, ein leichter Wind weht durch die Alleen. In den Parks und Gärten des Landes erwacht ein ganz eigener Zauber – voller kleiner Geschichten, die das Herz berühren. Hier treffen sich Menschen. Hier entstehen Gespräche. Hier wird aus einem Spaziergang ein Erlebnis. Und oft bleibt mehr, als man erwartet.

egapark in Erfurt

„Ich bin zuerst oben!“, ruft Leni und verschwindet auf der Kletterlandschaft. Ihr Bruder Paul folgt Richtung Wasserspiel. Thüringens größter Spielplatz wird zum eigenen Kosmos aus Rutschen, Holzstegen und Bewegung. Während die Kinder toben, sitzen ihre Eltern mit einem Kaffee auf der Bank. Immer in Sichtweite – und doch mit einem Moment der Ruhe. Hinter ihnen leuchtet das große Blumenbeet in kräftigen Farben. Blüten formen Muster, Linien, Ornamente – ein lebendiger Teppich, der sich mit den Jahreszeiten verä
ndert. Paul kommt kurz angerannt. „Wartet, davon brauchen wir ein Foto.“ Rund um sie breitet sich der egapark aus – ein Garten aus den 1960er Jahren, der heute Spielplatz, Themengärten und weite Wiesen selbstverständlich miteinander verbindet.
Später geht es ein paar Schritte weiter in die historischen Mauern der Cyriaksburg. Im Deutschen Gartenbaumuseum wechseln farbige Installationen mit digitalen Stationen. Paul staunt über eine Projektion, die zeigt, wie Pflanzen sogar im Weltall wachsen können. Leni probiert am Leihtablet aus, wie nachhaltiger Anbau funktioniert – und entdeckt, dass Gurken früher Stacheln hatten und aus Indien stammen.
Als sie wieder hinausgehen, blendet das Tageslicht kurz. Vor ihnen liegt der Park – weit und offen. Auf der Wiese zwischen den Beeten stehen Hängematten. Leni lässt sich hineinfallen, Paul schubst sie vorsichtig an. 
Was bleibt: Ein Tag voller Bewegung, neuer Gedanken, einer Pause im Grünen – und ein Familienfoto vor einem Meer aus Blüten.

 

ZUM EGAPARK Erfurt HIER BUCHEN

 


Japanischer Garten Bad Langensalza

Rosa Blüten fallen leise auf den Kiesweg. Die Tochter knotet einen Wunschzettel an einen Ast, die Mutter wartet auf der Bank mit einer Schale Tee. Über den geschwungenen Wegen spannt sich ein Dach aus Blüten. Das Wasser im Teich trägt einzelne Blätter davon. Alles wirkt leicht. Der Ort: Bad Langensalza, die Gartenstadt Thüringens. Zwischen Rosengarten und Kurpark liegt hier der Japanische Garten – einer der größten seiner Art in Deutschland. Zum Hanami im Frühjahr tauchen die Kirschbäume ihn in ein Meer aus Rosa. Teezeremonien und kleine Rituale geben dem Fest seinen eigenen Rhythmus: nicht laut, nicht überladen – sondern bewusst. Die Tochter setzt sich neben ihre Mutter. Beide schauen noch einmal nach oben in das Blütenmeer.
Was bleibt: Die Schönheit eines Moments, den sie miteinander teilen.

 

Zum Japanischen Garten in Bad Langensalza


Schlosspark Altenstein

„Wir brauchen zuerst den Kompass“, sagt die Enkelin und öffnet entschlossen den Entdeckerrucksack. Der Großvater beugt sich zu ihr herunter. Zwischen alten Bäumen beginnt ihre Mission: Drache Bruno bei der Suche nach seiner Schwester zu helfen. Gemeinsam folgen sie schattigen Wegen vorbei an Felsformationen und kunstvoll angelegten Beeten. Immer wieder bleiben sie stehen – zählen Türme mit dem Fernglas, entdecken kleine Tiere am Wegesrand oder hören dem Wind in den Baumkronen zu. Der Schlosspark Altenstein liegt oberhalb von Bad Liebenstein. Zwischen alten Baumgruppen, weiten Sichtachsen und kleinen architektonischen Details öffnet sich der Blick immer wieder über die Landschaft. Natur und Gartenkunst greifen hier ineinander – ruhig, fast beiläufig, und doch eindrucksvoll. Für die Enkelin wird der Park zum Spielfeld. Für den Großvater zu einem Wiederentdecken. Am Ende ist die Abenteuerkarte ausgefüllt, die letzte Station erreicht. Die Enkelin strahlt. 
Was bleibt: Ein gemeinsames Abenteuer mit Blick in die Ferne. 

 

Zu Schloss und Park Altenstein HIER BUCHEN


Landesgartenschau Leinefelde-Worbis

Daniel kniet im Gras, drückt die Saat vorsichtig in die Erde. „Nicht zu tief“, sagt Mike und schaut noch einmal auf die Anleitung. Beim Workshop zum Anlegen von Blühstreifen lernen sie, wie aus einer kargen Fläche ein Lebensraum für Insekten wird. Vom 23. April bis 11. Oktober 2026 verwandelt die Landesgartenschau Leinefelde-Worbis ehemalige Industrieflächen in grüne Räume. Wo früher Beton dominierte, wachsen heute Wiesen, Themengärten und Orte zum Mitmachen. Stadt und Landschaft stehen hier nicht nebeneinander – sie greifen ineinander. Daniel steckt das restliche Saatgut ein. „Das probieren wir zuhause aus.“ Aus einem Vormittag im Grünen wird ein Plan für den eigenen Garten.
Was bleibt: Eine Idee, die weiterwächst. 


Zur Landesgartenschau HIER BUCHEN


Biedermeiergarten Kirms-Krackow-Haus Weimar

Ein Stück selbstgebackener Kuchen, zwei Gabeln, ein schmaler Kiesweg direkt neben dem Tisch. Die beiden Studierenden sitzen im Café Lieblingsgarten des Kirms-Krackow-Hauses – mitten im Biedermeiergarten. Zwischen Buchsbaumbeeten und Spalierobst scheint die Stadt plötzlich weit weg. Das Kirms-Krackow-Haus ist heute Museum – und beherbergt zugleich einen der schönsten historischen Gärten Weimars. Der Biedermeiergarten ist klein, symmetrisch angelegt und von Mauern umschlossen. Man tritt aus dem Museum direkt ins Grün, geht ein paar Schritte, bleibt stehen. Aurikel, Phlox und Stockrosen blühen entlang der Wege. Franz Kirms, ehemaliger Finanzdirektor des Weimarer Hoftheaters und leidenschaftlicher „Blumist“, ließ ihn im 18. Jahrhundert anlegen – als Rückzugsort und Treffpunkt. Hier wurde diskutiert, musiziert, Karten gespielt. Schiller soll vorbeigekommen sein, um Honorare zu klären, Hans Christian Andersen übernachtete im Haus, wenn er auf Reisen war. Heute sprechen hier Architekturstudierende über Entwürfe – mit Kuchengabel in der Hand. Später wechseln sie in den Innenhof. „Bauhaus sucht Frau“ steht auf dem Programm. „Ist Bauhaus mehr als eine Baumarktkette?“ fragt der Kabarettist. Gelächter. Es geht um Walter Gropius, um die Frauen am Bauhaus, um „Neue Sachlichkeit“ und gepflegte Albernheit. Form follows fun. Zwischen historischen Mauern und sommerlicher Abendluft bekommt selbst die Hochkultur eine leichte Seite. 
Was bleibt: Ein Sommerabend, der Vergangenheit und Gegenwart ganz selbstverständlich verbindet.


Zum Kirms-Krackow-Haus 


Fürstlich Greizer Park und Sommerpalais

„Treffen wir uns am Sommerpalais?“ schreibt jemand in die Gruppe. Pfingsten ist gesetzt. Ein paar Wochen später stehen die vier Freunde im Fürstlich Greizer Park. Der Weg führt durch alte Baumgruppen, das Gras ist noch warm von der Sonne. Zwischen den weiten Wiesen erhebt sich das Sommerpalais – hell, klassizistisch, mit der Inschrift im Giebel: Maison de belle retraite. Haus der schönen Zuflucht. An diesem Wochenende finden die Thüringer Schlössertage statt. In ganz Thüringen öffnen Schlösser und Parks ihre Türen – ein Anlass, bewusst loszufahren, sich Zeit zu nehmen, Neues zu entdecken. Drinnen im Palais entdecken sie im Satiricum Karikaturen mit überraschend modernem Witz. „Das hat sich also nie geändert“, sagt einer und grinst. Sie lachen – und treten wieder hinaus ins Grün. Später sitzen sie auf einer Bank im Park, das Palais im Rücken, die Weiße Elster glitzert zwischen den Bäumen.
Was bleibt: Die Freude, sich wiederzusehen – und gemeinsame Erlebnisse zu teilen. 


Zum Sommerpalais in Greiz  


Dornburger Schlösser

Die ersten Lichter gehen an, noch bevor die Sonne ganz verschwunden ist. Ein älteres Ehepaar tritt durch das Tor in die Gartenanlagen. Musik liegt in der Luft – nicht laut, eher wie ein Versprechen. Hoch über der Saale, unweit von Jena, stehen die Dornburger Schlösser nebeneinander: Renaissance, Barock und Rokoko auf engem Raum. Terrassengärten ziehen sich den Hang hinab, Blickachsen öffnen sich weit ins Tal. Schon Goethe schätzte diesen Ort für seine besondere Lage. Zur Schlössernacht verändern sich die Gärten. Wege sind sanft illuminiert, Fassaden leuchten warm, zwischen Hecken und Mauern erklingen kleine Konzerte. Mal ein Streichquartett auf einer Wiese, mal eine Lesung im Innenhof, mal leise Jazzklänge unter alten Bäumen. Das Ehepaar bleibt an einer der Terrassen stehen. Unter ihnen liegt das Saaletal im Abendlicht. Sie stoßen mit einem Glas Saalewein an, probieren kleine Häppchen und lassen sich treiben – von Musik, Gesprächen und dem langsamen Dunklerwerden des Himmels. Später versammeln sich die Gäste entlang der Terrassen. Aus dem Saaletal steigt das abschließende Feuerwerk auf. Farben spiegeln sich kurz in den Fenstern der Schlösser, dann wird es wieder still.
Was bleibt: Ein Sommerabend im Licht – und die Erinnerung an all die Begegnungen dieses Tages.


Zu den Dornburger Schlössern 
 

Burg Posterstein aus spektakulären Blickwinkeln

Der Inspirationstyp

Du suchst Orte, die deinen Blick öffnen und deine Fantasie kitzeln. Du lässt dich gern von Geschichte, Kunst und besonderen Perspektiven inspirieren – so wie große Geister vor dir. Elegante Gartenanlagen, besondere Pflanzenbilder oder kunstvolle Sichtachsen ziehen dich magisch an. Du genießt Qualität, Stil und Atmosphäre – und findest deine Inspiration am liebsten dort, wo Tradition, Natur und Kultur zusammen ein kleines Meisterwerk bilden.

Wir bringen dich zum Rasen – dort, wo Parks Ideen sprießen lassen.

Parks und Gärten für Entschleunigung