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Warum der Thüringer Wald einfach gut tut

Wie sehr sich doch alles in der Natur ändert, auch im Thüringer Wald. Im Januar noch war alles trist, mit matschigem Schnee bedeckt und ich sah nur grüne Fichten in die Höhe sprießen. Nun ist es Herbst und ich befinde mich an derselben Stelle und erkenne sie kaum wieder. Stand ich im Winter noch auf einer Eisschicht und zertrat die Eisschollen wie ein kleines Kind, war inzwischen alles trocken und die – wie ich dachte – sumpfige Landschaft war mit langen Gräsern bedeckt. Aber hier war er, der Stein 16, der vielleicht beliebteste Treffpunkt am Rennsteig. Es war also doch die exakte Stelle von vor ein paar Monaten.

Wanderweg im Thüringer Wald

Naturpfade und Kräuterstärkungen im Thüringer Wald

Insgesamt gibt es 1027 Grenzsteine entlang des Rennsteigs, aber wer hat schon die Zeit sie alle zu zählen? Es würde etwa sieben bis acht Tage dauern, den Rennsteig von Anfang bis Ende abzuwandern (am besten immer Richtung Westen, dann hat man am Anfang die Sonne im Rücken aber den Sonnenuntergang später im Blick). Zwischendurch gibt es viele Stopps oder man nutzt einen der vielen neugebauten Unterstände. Aber, wenn man schon den ganzen Tag läuft, warum dann nicht die Beine gemütlich hochlegen und erst einmal richtig gut essen?

Zum Beispiel gibt es da das Hotel im Kräutergarten, das zwar nicht direkt am Rennsteig liegt, aber je nach Saison ein frisches Kräutermenü aufzieht. Am besten immer die Tageskarte konsultieren. Ich zum Beispiel genoss ein überdimensionales Hühnchenschnitzel mit Kräuterpomade, Kräutersuppe und mit leicht weihnachtlich duftendem Nachtisch.

Kräutergarten im Thüringer Wald

Tief einatmen, du bist unter der Erde

Ein wenig Wellness und Entspannung nach einer so reichhaltigen Nahrungsaufnahme holte ich mir dann im Morassina Heilstollen in Schmiedefeld. Dort kann man entweder Touren hinunter in die ehemaligen Salzabbau-Stollen machen und sich hunderte winzig kleine Stalaktiten anschauen oder für zwei Stunden in der Tiefe Platz nehmen.

Die Luft hier ist mit 95 Prozent Luftfeuchtigkeit immens wohltuend, da auch fast komplett staub- und keimfrei. Stammgäste schwören auf die heilende und beruhigende Wirkung, zum Beispiel bei Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten. Ich denke aber, dass das früher die Bergarbeiter nicht sehr zu schätzen wussten, denn sie arbeiteten quasi umsonst und nur für ein Dach über dem Kopf. Wie gut, dass sich die Zeiten ändern. Heutzutage kann man es sich auf Liegen bequem machen.

Ausblick im Thüringer Wald

Natur pur

Frische Luft gibt es natürlich auch draußen im Wald. Und (angenehme) körperliche Betätigungen stehen genügend zur Verfügung. Dazu werden regelmäßig geführte Wanderungen angeboten, die mehr zum Wald und den Hintergründen erklären. Am Rennsteig gibt es viele Sagen und geschichtsträchtige Ereignisse. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass er mal dazu diente Grenzen verschiedener Fürstentümer zu markieren, daher auch die vielen Grenzsteine.

Für einen entspannten Gang gibt es noch den Rennsteiggarten, der auf sieben Hektar 4000 Arten alpiner Pflanzen auf der ganzen Welt beherbergt. Da gab es sogar niedrig wachsende Pflanzen, die ich aus Neuseeland kannte und einen wunderbaren Ausblick über den Thüringer Wald und seine stark hügeligen Landschaften. So lernt man noch etwas von der Welt, ohne weit zu reisen.

Kurz gesagt, der Rennsteig ist das ideale Heilmittel für gestresste Großstädter oder Naturliebhaber, die einfach mal raus in die Natur und sich aktiv bewegen wollen. Hier gibt es viel zu entdecken, wenn man nur die Augen aufmacht und offen ist für die kleinen Dinge: seltene Vogelarten, röhrende Hirsche in lauen Herbstnächten und tanzende Sonnenstrahlen am späten Nachmittag. Man muss eben nicht immer weit weg fahren, um etwas zu erleben.

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