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Wo Natur auf Geschichte trifft. 6 einzigartige Plätze im Eichsfeld-Hainich-Werratal

Ich muss zugeben, dass ich vor meiner Reise noch nie etwas vom Eichsfeld gehört hatte, geschweige denn vom Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal. Aber ich muss sagen, dass ich mich in diesen Flecken von Deutschland schon ein bisschen verliebt habe. Das liegt zum einen an der Natur und zum anderen aber auch an den Menschen, die ich dort getroffen habe. Die sind dort nämlich herrlich echt, ehrlich und haben so einen ganz speziellen Charme. Heute verrate ich euch, welches meine Lieblingsplätze waren und wen ihr dort treffen könnt.

Grenzmuseum Schifflersgrund

Grenzmuseum Schifflersgrund

Durch die Lage des Eichsfeld, nahe der ehemaligen innerdeutschen Grenze, sind Geschichten von damals stets ein Thema. Ich habe bei dieser Reise viel darüber erfahren, wie es war in der DDR und vor allem so nahe an der Grenze zu leben. Das war manchmal sehr erschütternd und manchmal auch sehr erheiternd, auf jeden Fall aber sehr interessant. Daher empfehle ich auch jedem das Grenzmuseum in Asbach-Sickenberg zu besuchen, um sich noch näher mit der Geschichte zu beschäftigen. Aber ihr werdet auch sehen, dass das stets ein Thema ist, wenn ihr im Eichsfeld unterwegs seid und die Eichsfelder gerne die ein oder andere Anekdote zum Besten geben. Zum Beispiel wie das so war, wenn man so nahe an der Grenze gelebt hat, dass man einen Passierschein brauchte um nach Hause zu kommen.

Stockmacher in Lindewerra

Stockmachermuseum

Ein anderes geschichtliches Kapitel des Eichsfelds ist die Tradition der Stockmacher in Lindewerra. Während früher fast das ganze Dorf von der Stockmacherei lebte ist es mittlerweile nur noch eine Familie. Michael Geyer ist einer der letzten Stockmacher Deutschlands und fertigt bereits in der fünften Generation die weltbekannten Gehstöcke. Wusstest ihr zum Beispiel, dass der Gehstock des Dr. House aus der gleichnamigen Serie ebenfalls hier gefertigt wurde?

Mein Tipp: in der zugehörigen Gaststätte einkehren, einen Blick in die Werkstatt werfen und danach noch ins Stockmachermuseum gehen. Das Museum hatte noch vor der Wende übrigens geöffnet, dadurch dass es aber so nah an der Grenze lag, konnten nur Anwohner oder Eichsfelder mit Passierschein das Museum besuchen – heute ist das anders und das Museum hat immerhin um die 3000 Besucher pro Jahr. Hätte aber meiner Meinung definitiv noch mehr verdient – lohnt sich einfach bei einer eurer Wanderungen im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal mal einen Abstecher dahin zu machen!

Hof Sickenberg

Hof Sickenberg

Kuchen im Hof Sickenberg

Wäre die Wende nicht gekommen wäre der Hof in Sickenberg mittlerweile wohl verfallen. Doch vor einigen Jahren hat Kristina Bauer den alten Hof gekauft, in liebevoller Kleinarbeit von Grund aus renoviert und ihn in neuem Glanz erstrahlen lassen. Dabei legt sie bei allem, was sie tut, viel Wert auf Tradition und Handarbeit. Und das sieht man nicht nur an allen Ecken, sondern schmeckt man auch. Ihr selbstgemachter Kuchen ist weit über die Grenzen des Eichsfelds bekannt und so wundert es nicht, dass das Hofcafé vor allem in den Sommermonaten an den Wochenenden gerammelt voll ist – mit Einheimischen wie auch Touristen. Und manche von denen bleiben dann auch direkt, denn Kristina hat einige Zimmer im Hof zu Gästezimmern mit viel Flair ausgebaut. Ein perfekter Platz um mal komplett abzuschalten.

Klausenhof in Bornhagen

Klausenhof

Eine Zeitreise ins Mittelalter verspricht ein Besuch des Klausenhofs in Bornhagen. Wie ich mich dabei gefühlt habe, das könnt ihr hier lesen. Eins vorneweg: die Fürstenstube ist das prächtigste Zimmer. Und wenn ihr spät Abends dem Nachtwächter über den Weg lauft, dann solltet ihr besser „Nichts“ getrunken haben.

Heilbad Heiligenstadt

Nachtwächtertour in Heiligenstadt

In Heiligenstadt könnt ihr aber auch mit dem Nachtwächter höchstpersönlich auf Tour gehen – beziehungsweise mit der Nachtwächterin, denn die Touren in der Kleinstadt werden allesamt bisher von Frauen geführt. Sie zeigen einem bei der ein- bis zweistündigen Führung das Heilbad von einer ganz anderen Perspektive. Dabei erfährt man so einiges über die über 1000 Jahre alte Kleinstadt, welche berühmten Besucher und Einwohner sie schon hatte und auch, was es mit dem Möhrenkönig von Heiligenstadt auf sich hat. Und wenn man so durch die Altstadt läuft, hat man auch hier das Gefühl durch die Zeit zu reisen.

Draisine fahren in Lengenfeld unter dem Stein

Draisine fahren in Lengenfeld unter dem Stein

Draisine Tunnel

Neben vielen tollen Wanderwegen bietet das Eichsfeld auch eine andere Art der sportlichen Betätigung. Auch wenn man es vielleicht erst nicht denkt, aber eine Draisine fahren ist ganz schön anstrengend – solange es permanent bergauf geht, wie bei der Strecke in Lengenfeld unter dem Stein, die auf den alten Gleisen über ein Viadukt und durch fünf Tunnel auf dem Hinweg die Beinmuskulatur ganz schön in Anspruch nehmen kann. Dafür ist der Rückweg umso entspannter, wenn man mit um die 20kmh die Steigung wieder herunter fährt und dabei selber gar nicht mehr treten muss. Durch die Tunnel hat das dann schon fast etwas von Achterbahn trifft Geisterbahn. Herrlich.

Und jetzt seid Ihr dran. Was sind eure Lieblingsplätze im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal?

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