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Die Wartburg – Wo Worte Weltgeschichte wurden

In Thüringen gibt es ganz besonders viele Orte, die an die Reformation erinnern – und an Luther. Ein Ort, an dem man mindestens einmal im Leben gewesen sein sollte, ist die Wartburg. Sie hat eine ganz besondere Aura und Würde, denn hier versteckte sich ja nicht nur Luther. Auch die ungarische Prinzessin Elisabeth verbrachte dort ein paar Jahre. Selbst Goethe war von ihr fasziniert und wollte auf der Wartburg ein Kunstmuseum einrichten. So lag es nahe, die zentralen Werbemotive unserer Kampagne zum 500-jährigen Reformationsjubiläum genau hier aufzunehmen. Mit unserem Model Hardy Schulz, einem Berliner Schauspieler, sprachen wir über seine Eindrücke von der Burg aller Burgen …

Model Hardy vor der Wartburg

Hardy, du bist ab Ende Oktober in verschiedenen Anzeigen und Bannern unserer Luther-Kampagne zu sehen. Wie war das Shooting an einem so authentischen Ort für Dich?

Ich wurde tatsächlich zum ersten Mal in einem jahrhundertealten Gemäuer fotografiert. Das war echt aufregend. Der Tag begann sehr früh, denn das Morgenlicht versprach eine ganz besondere Stimmung. Und die verspürten wir schon im Auto, als wir uns Eisenach näherten und die Burg von Weitem sichtbar wurde – so ganz erhaben auf ihrem Berg. Dort angekommen, hat man sich sofort ins Mittelalter zurückversetzt gefühlt. Und man wird schon etwas ehrfürchtig, wenn man über die Zugbrücke läuft, wie schon Tausende andere vorher – seien sie berühmt geworden oder nicht. Tatsächlich war die frühe Stunde ein besonders guter Tipp, es ist dann noch herrlich ruhig dort oben und man kann den atemberaubenden Weitblick ganz ungestört genießen.

Morgenlicht

Was hat dir auf der Wartburg besonders gut gefallen?

Besonders eindrucksvoll ist die berühmte Luther-Stube, auch wenn sie spartanisch erscheint. Hier hat Luther unzählige Stunden verbracht und einen Teil der Bibel übersetzt. In der Stube haben wir sehr lange fotografiert und wurden von vielen Gästen dabei beobachtet. So haben auch wir von der netten Burg-Aufsicht, die insbesondere Kindern die Bedeutung des kleinen Raumes anschaulich erklärte, ganz nebenbei viel erfahren. So kenne ich jetzt beispielsweise die Geschichte vom Tintenklecks: Während seiner Arbeit soll Luther der Teufel höchstpersönlich erschienen sein. Er schmiss mit dem Tintenfass nach ihm, was einen Klecks an der Wand hinterließ. So richtig beachtet hat man diesen aber erst ungefähr zwei Jahrhunderte später. Man war sich nicht sicher, ob es den Kampf mit der Tinte wirklich gab. Es hätte auch ein schlichter Rußfleck sein können, denn zu Luthers Zeiten brannte ebenfalls ein Kamin in der Stube. Aber den Luther-Fans war das egal! Förmlich in Scharen schabten sie sich die vermeintlichen Überreste des Kampfes von der Wand. Lange Zeit hat man sich die Mühe gemacht, ihn ständig zu erneuern, aber heute sieht man ihn nicht mehr. Er ist zur Legende geworden.

Die Lutherstube auf der Wartburg

Also wart ihr nach den Morgenstunden nicht mehr ganz ungestört, haben die vielen Besucher das Shooting beeinträchtigt?

Nein überhaupt nicht, nur vor der Lutherstube ist es räumlich bedingt tatsächlich so eng, dass wir bis zur letzten Führung warten mussten. Aber das Gewimmel der vielen verschiedenen Sprachen im Burghof ist einfach einmalig. Und wir waren mittendrin. Bei den Aufnahmen im zweiten Burgtor mussten wir die Gäste ein paar Mal darum bitten, zu warten, aber das war überhaupt kein Problem. Alle waren ganz entspannt, wie es ja im Urlaub auch sein soll. Und vielleicht lag es auch ein bisschen an dem fantastischen Wetter an diesem Tag (lacht).

Model Hardy vor der Zugbrücke der Wartburg

Glaubst du, dass Luther und das 500. Reformationsjubiläum für die Menschen von heute noch spannend sind?

Auf jeden Fall! Man muss sich nur die Zeit nehmen, sich damit auseinanderzusetzen. Gerade das Verhältnis von Religion und Politik ist heute aktueller denn je. Darüber hinaus war mir nicht klar, wie viele Redensarten, die wir heute jeden Tag verwenden, von Luther stammen. Wir sind doch alle mal „Lästermäuler“, „werfen Perlen vor die Säue“ oder „tappen total im Dunkeln“. Alles Luther-Worte!

Würdest du noch mal wieder kommen, um die Wartburg und Thüringen genauer zu entdecken?

Unbedingt! Bei dem Shooting war die Zeit ja sehr knapp. Ich würde unter anderem gerne mal ein Konzert in dem phantastischen Festsaal der Burg erleben. Ich habe von draußen immer gehört, wie am Ende jeder Führung ein Stück von Wagners „Tannhäuser“ angespielt wurde. Man konnte sich gut vorstellen, was für ein Gänsehaut-Erlebnis die eigentliche Aufführung bietet. Und ich habe doch tatsächlich ein paar Profi-Radfahrer im Burghof gesehen. Die stachen allein durch ihre Outfits deutlich hervor. Und wenn man dann den Weg hinauf zur Burg vor Augen hat, verlangt einem das allerhöchsten Respekt ab (lacht). Aber im Ernst: mit dem Rad einmal von Eisenach über Gotha und Erfurt nach Weimar – das kann ich mir sehr gut vorstellen.

TIPPS FÜR DEINE URLAUBSPLANUNG AUF THUERINGEN-ENTDECKEN.DE

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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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