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Landesgartenschau Blütezeit in Apolda – ein Streifzug

Landesgartenschau Promenade Apolda

Ein Meer aus Blüten, eine weitläufige Parklandschaft mit Teichen – die Landesgartenschau Apolda hat es in sich! Terrassencafés und eine Promenade, gesäumt von alten Baumriesen, runden den ersten Eindruck gekonnt ab. Kein Wunder, denn die Herressener Promenade entstand vor über 100 Jahren unter Mitwirkung eines großherzoglichen Hofgärtners. Auch der Paulinenpark mit Weidenrutenpavillon und Glockengarten ist ein Augenschmaus. Apolda liegt unweit von Jena und Weimar, auch zur Weinregion Saale-Unstrut ist es nur ein Katzensprung – das nächste Weingut befindet sich direkt im Nachbarstädtchen Bad Sulza.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm

In Apolda scheint es dieses Jahr Äpfel zu regnen! Überall in der Stadt und auf dem Weg zum Haupteingang der Herressener Promenade begegnet man den überdimensionalen Früchten. Da fällt es mir wieder ein: Apolda ist die mittelhochdeutsche Bezeichnung für eine Gegend, in der es viele Äpfel gibt. Gut, weiter geht’s direkt zum Eingangstor – ich bleibe kurz stehen und genieße den Anblick der ersten Beetbepflanzungen.

Blumenbeet in Apolda

So weit das Auge reicht leuchten Tulpen zwischen elfenbeinfarbenem Goldlack und luftigen Vergissmeinnicht. Dahinter glitzert schon die erste Wasserfläche in der Sonne, der Lohteich. Hier gibt’s eine sonnige Stadtterrasse mit Bootanlegestelle. Plant also genügend Zeit ein, damit ihr es euch bei einer kleinen Tour mit dem Tretboot und einem Eis in der Hand gut gehen lassen könnt. Abgesehen von der Herressener Promenade schlingen sich viele kleinere Wege entlang sonniger Wiesen und bunter Blumenbeete durch das Gelände.

Pflanzbuch, Boot aus Glas und blaue Schafe

Schlendert ihr weiter, so lassen sich gleich mehrere spannende Kunst- und Pflanzobjekte entdecken: Da wäre zunächst das Meraner Pflanzbuch – gestaltet als überdimensionales, aufgeschlagenes Buch. Es erinnert an die 700jährige Stadtgründung Merans in diesem Jahr, die sozusagen gärtnerisch niedergeschrieben wird.

Etwas weiter, zwischen Lohteich und Friedensteich, erspäht man die Glasarche. Irgendwie hat es mir dieses Kunstobjekt besonders angetan: Da hält eine riesige, ausgestreckte hölzerne Hand ein Boot aus Glas fest. Auf einem Schild lese ich, dass die Arche auf Expedition durch ganz Mitteldeutschland geschickt wird. Ziel ist es, uns Menschen daran zu erinnern, dass die Umwelt empfindlich ist und es in unserer Hand liegt, sie zu schützen und zu bewahren.

Glasarche in Apolda

Fasziniert haben mich auch die unzähligen blauen Schafe inmitten der quietschgrünen Wiesen. Was für ein gewaltiger Farbkontrast! Der Schäfer dieser Herde ist der Aktionskünstler Rainer Bonk. Mit der Symbolik der Herde soll für menschliches Miteinander geworben werden: Alle sind gleich – jeder ist wichtig.

Blaues Schaf in Apolda, Landesgartenschau

Crazy Chairs – Nickerchen unter Bäumen

Wer seine Seele baumeln lassen und ein wenig vor sich hindösen möchte, der findet auf dem ganzen Gelände wunderbare Gelegenheiten: Überall auf den Wiesen verteilt findet ihr Liegestühle, gemütliche Bänke unterm Rosenspalier oder Sitzgelegenheiten in den Terrassencafés und Bistros. Am Ende des Friedensteiches warten sogar ganz besondere Entspannungsmomente: Ich mache es mir natürlich auch bequem in den Hängematten und den rückenfreundlichen Hängesesseln von Crazy Chair.

Crazy Chairs in Apolda

Tierliebhaber aufgepasst: Es kann durchaus vorkommen, dass ihr hier, so wie ich, Bekanntschaft mit drolligen Eichhörnchen macht, die flink und behände die Bäume hinauf- und hinabklettern.

Eichhörchen auf der Landesgartenschau Apolda

Ein Garten als Konzertsaal

Das grasbewachsene Musikinstrument ist mit Sicherheit eines der meistfotografierten Objekte der Landesgartenschau und ein echter Eyecatcher! Der Flügel ist Teil eines Schaugartens, gestaltet von der Garten- und Landschaftsbau GmbH Kromsdorf. Inhaber Dr. Bernhard Tschada und Frau Gabriele, beide musikbegeisterte Chorsänger, haben die Idee dieses Konzertgartens entwickelt. Die Philosophie dahinter: Verweilen im Grünen und den Klängen der Natur lauschen. Wie in einem Konzerthaus gibt es eine Bühne. Die Mitwirkenden sind ein Strauchorchester und ein Chor der Stauden. Am Hohen C steht der Dirigent. – Und ihr als Besucher seid das Publikum! Von diesen Schaugärten gibt es im gesamten Gelände 14 an der Zahl.

Garten als Konzertsaal

Sie alle sind bestimmten Themen gewidmet – Wasserkunst im Garten, Rosengarten, Obstgarten, naturnaher Garten usw. Hier könnt ihr euch Ideen für die eigene Gartengestaltung holen und auch gleich direkt mit den Profis vor Ort ins Gespräch kommen. In der Blumenschauhalle präsentieren sich viele regionale Produzenten und Thüringer Gärtnereien. Von der Farbvielfalt und dem betörenden Duft der Pfingstrosen konnte ich gar nicht genug bekommen! Von hier aus erreicht ihr das Ende der Herressener Promenade: die Festwiese mit der großen Bühne und ab Juni mit dem südländischen Flair mediterraner Pflanzen.

TIPPS FÜR DEINE URLAUBSPLANUNG AUF THUERINGEN-ENTDECKEN.DE

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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