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Historische Weihnachtsmärkte in Thüringen

Wie hat doch einst Luther gesagt, „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein.“ Da hat er wohl recht, denn wer will gerade zur Weihnachtsmarktzeit auf Diät sein, jetzt da es überall herrlich duftende Mandeln, knackige Schokoladenkreationen und heißen Glühwein gibt? Ich selbst bin kennender Weihnachtsmarktfan und dieses Jahr wollte ich mich mal so richtig fordern. Drei Weihnachtsmärkte in zwei Tagen – geht das? Und ob!

Schmalkalder Herrscheklasmarkt

Den Start machte Schmalkalden, da es nicht nur wunderhübsch, mit seinen pastellfarbenen Fachwerkhäusern, ist, sondern auch das ideale Weihnachtsmarktambiente bietet. Mit seinen schmalen Straßen und romantischen Gassen lässt es sich doch gleich viel besser mit einer Zuckerwatte in der Hand flanieren.

Auf dem Marktplatz vor der ehrwürdigen Stadtkirche St. Georg und dem dreiteiligen Rathaus (bestehend aus vier und ganz unterschiedlich aussehenden Häusern) tummelten sich schon am frühen Nachmittag, bei Sonnenuntergang, die Einheimischen. Mit Glühweintassen ausgestattet, versammelten sie sich um die kleinen Stände des Herrscheklasmarkts. Der Name ist vom herrischen Klaus (Nikolaus) abgeleitet, wie die Schmalkalder früher zum Nikolaus sagten.

Weihnachtsmarkt-Schmalkalden-Annemarie-Strehl

Weihnachtsmarkt Schmalkalden

Echte Schmalkalder schwören, dass es hier die absolut besten Thüringer Bratwürste gibt. Vielleicht liegt das ja daran, dass die Stadt südlich des „Kümmeläquators“ liegt. Dieser Name bezeichnet scherzhaft den Rennsteig, denn nördlich der berühmten Wanderroute werden Kümmel als Rösterzutat hinzugenommen. Also Geschmacksprobe nicht vergessen!

Öffnungszeiten: 11 bis 18 Uhr, 27. November bis 18. Dezember 2016
Ort: Altmarkt (Tourist-Information: Auer Gasse 6-8, 98574 Schmalkalden)
Webseite: www.schmalkalden.com

Festsaal auf der Wartburg in Eisenach zu Weihnachten

Festsaal auf der Wartburg in Eisenach zu Weihnachten

Eisenachs Historischer Weihnachtsmarkt

Wie ist es wohl auf einem UNESCO Weltkulturerbe in Weihnachtsstimmung zu kommen? Ganz einfach, denn die Wartburg hält auch dieses Jahr wieder einen einzigartigen historischen Weihnachtsmarkt auf der Wartburg. Vergesst die üblichen Verdächtigen, hier gibt es keine Riesenräder, Zuckerherzen oder kitschige Weihnachtsdeko.

Stattdessen besinnt man sich auf traditionelle Handwerkskünste, wie zum Beispiel dem Glasblasen, Schmuckgießen oder Puppenschnitzen. Viele der Händler sind schon richtige Stammgäste und es zieht sie immer wieder aufgrund der einzigartigen Atmosphäre und der herzlichen Leute auf die Wartburg.

Eisenacher Weihnachtsmarkt auf der Wartburg

Eisenacher Weihnachtsmarkt auf der Wartburg

Um warm zu bleiben – denn es kann oben auf der Burg sehr winden – können sich die Kleinen auf einem mittelalterlichen Holzkarussell vergnügen, während sich die Erwachsenen mit Glühwein aufwärmen. Aber auch das Museum und der prunkvolle Festsaal haben ihre Toren geöffnet und man kann so mehr über Luther, die Geschichte der Wartburg und den markanten Tintenfleck erfahren. Die Ausstellungen wechseln auch regelmäßig und so wird einem immer wieder etwas Neues geboten. Zudem gibt es für Kinder ein kleines Programm im Festsaal.

Öffnungszeiten: 10 bis 19 Uhr, an Wochenenden vom 26. November bis 18. Dezember
Ort: Burghöfe auf der Wartburg, 99817 Eisenach
Webseite: www.wartburg-eisenach.de

Wartburg in Eisenach

Erfurter Weihnachtsmärkte

Eine weitere Lutherstadt die einen ganz besonderen Weihnachtsrausch bietet, ist die thüringische Landeshauptstadt Erfurt. Ich bin eigentlich jedes Jahr hier und jedes Jahr ist es aufs Neue toll, denn der Markt wächst beständig. Oder sollte ich lieber Märkte sagen? Denn was Erfurt im Dezember besonders macht, ist dass man bereits vom Bahnhof aus direkt in die Weihnachtsmarktszenen einsteigen kann. Von hier aus bahnt man sich seinen Weg über den Fischmarkt in den Stadtkern und findet überall kleine Stände. Hier sollte man unbedingt in ein leckeres Erfurter Schittchen investieren!

Das größte Highlight ist wohl die märchenhafte Kulisse des Domplatzes mit dem St. Marien Dom und der Severikirche. Aber auch die Pyramide aus dem Erzgebirge (Tipp: Die besten Fotomöglichkeiten sind von den Domstufen und dem Petersberg.) sowie der Mittelaltermarkt hinter dem Dom und der neue Puffbohnenmarkt an der Krämerbrücke sind weitere Höhepunkte des Erfurter Weihnachtsmarktes.

Weihnachtsmärkten-und-Luther-02

Erfurt zu Weihnachten

Als Puffbohne werden übrigens in Erfurt geborene Bürger bezeichnet und seit diesem Jahr gibt es dafür einen ganz eigenen Markt umringt von Patrizier- und Fachwerkhäusern. Unter, mit strahlenden Lichtern, beleuchteten Bäumen gibt es hier Feuerzangenbowle und handwerkliche Souvenirs zu erstehen. Auch eine Fotobox ist vorhanden, bei der man seinen Weihnachtsmarktbesuch mit einem Schnappschuss verewigen kann. Direkt um die Ecke sollte man sich unter der Lichterdecke der Krämerbrücke ruhig paniertes Weihnachtseis oder Schokolade von Goldhelm holen.

Öffnungszeiten: 10 bis 20 Uhr (So-Mi), 10 – 21 Uhr (Do), 10 – 22 Uhr (Fr-Sa), an Wochenenden vom 22. November bis 22. Dezember 2016
Webseite: http://weihnachtsmarkt.erfurt.de/

Fazit zum Weihnachtsmärkte-Hopping

Drei Weihnachtsmärkte an zwei Tagen zu sehen, war absolut möglich. Gerade bei der Wartburg ist es gut, morgens anzureisen. Hierfür kann man sogar sein Auto stehen lassen und einfach die Bahn nutzen (dafür gibt es ja das Thüringenticket).

An der Wartburg gibt es die Linie 10, die während der Adventswochenenden alle halbe Stunde fährt und Erfurt und Schmalkalden lassen sich super erlaufen. Das ist auch ein großer Bonus, denn man will ja einiges an den vielen Leckerbissen kosten und da ist ein wenig Bewegung optimal. Nur nicht warme Kleidung, Kamera und gute Stimmung zu Hause vergessen, denn dann weihnachtet es auch ohne Schnee. Denn was die Weihnachtsmärkte ausmacht ist zeitlos: Freude, gutes Essen und eine wunderbare Atmosphäre.

Weihnachtsmärkte in Thüringen

Erfurter Weihnachtsmärkte an Weihnachten

 

TIPPS FÜR DEINE URLAUBSPLANUNG AUF THUERINGEN-ENTDECKEN.DE

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