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Die Ziegenalm Sophienhof – ein idyllisches Kleinod

Sophienhof hat einige hundert Einwohner: 50 Menschen, 120 Ziegen, 100 Schafe, über 200 Hühner, eine Herde Damwild und einige Rinder.

Einer dieser Einwohner ist Kai Liebig und er betreibt mit der ganzen Familie den Land- und Gastwirtschaftlichen Betrieb der Ziegenalm. Ich hatte das Vergnügen den Familienbetrieb zu besuchen und bei einer Führung über den Hof allerlei interessante Dinge erfahren zu dürfen.

Herr Lindig vom Sophienhof

Die Ziegenalm entstand eigentlich eher aus Zufall. Als die Familie das alte Forstamt in Sophienhof erwarb, hätten sie sich sicher nicht träumen lassen, dass sie mal als Landwirte und Gastwirte erfolgreich sein würden.

„Wir hatten kein Geld, kein Land und keine Ahnung. Wir hatten auch nicht 1.000 Ziegen – sondern 2.“ Kai Liebig

Nach und nach erweiterten sie das Gelände, kauften umliegendes Weideland auf und vergrößerten die Anzahl der Tiere. Als die Nachfrage nach Ziegenmilch wuchs, ergriffen sie die Chance, kauften Tiere aus ganz Deutschland auf und bildeten sich selbstständig weiter.

Ziege auf dem Sophienhof

Heute beliefern sie mit ihrer Milch keine Käsereien mehr – heute produzieren sie den frischen Ziegenkäse selbst. Mittlerweile bietet die hauseigene Käserei unterschiedlichste Frisch-, Weich- und Schnittkäse an. Ich selbst durfte mich durch das Sortiment probieren und war sehr positiv überrascht – eigentlich ist Ziegenkäse nämlich nicht mein Ding. Leider war ich von der Verkostung und dem üppigen Mittagessen so satt, dass nicht mal mehr die kleinste Kugel Ziegenmilch-Eis reinging. Aber ich habe mir von anderen Gästen sagen lassen, dass es ein besonders leckeres Eis ist und man die „Ziege nicht vorschmeckt“. Nächstes Mal werde ich mit Sicherheit eine Kugel probieren.

Der Hofladen und die Gaststätte

Ziegenalm Sophienhof

Auf der Ziegenalm wird aber nicht nur Käse und Eis produziert, sondern es gibt Wurst aus eigener Schlachtung, selbstgepresster Apfelsaft und Eier von über 200 Hühnern, welche direkt vom Hof kommen. Und was macht man am besten mit den vielen Lebensmitteln? Genau – Verarbeiten und zwar in der Almstube. In der Almstube offeriert eine kleine aber erlesene Speisekarte selbst hergestellte Köstlichkeiten zu fairen Preisen. Ich fand es hier sehr urig und richtig lecker. Wer vom Essen nicht genug bekommt, kann sich im Anschluss, den heimischen Vorrat im Hofladen auffüllen.

Übernachten auf der Ziegenalm

Ziegenalm Sophienhof

Mittlerweile gehören mehrere Ferienwohnungen zum Betrieb der Ziegenalm und ich hatte ganz besonderes Glück, denn ich durfte in der Forstmeisterstube schlafen. Diese ist mit tollen alten Möbeln ausgestattet sowie mit historischen Truhen, handbemalten Bauernschränken und mit viel Liebe zum Detail dekoriert. Genau mein Einrichtungsstil. Das Highlight der Ferienwohnung ist ein schöner Lehmofen. Hierbei war ich fast schon etwas enttäuscht, dass das Wetter zu schön war, um den Kamin in Gang zu bringen, denn ich bin mir sicher, dass der Ofen bei Kälte oder Regen der perfekte Ort ist, um eine urige kuschlige Wärme zu erhalten.

Kamin Sophienhof

Inneneinrichtung Sophienhof

Wer wie ich allein anreist, sollte dringend ein gutes Buch im Gepäck haben, denn WLAN gibt es hier nicht, Empfang sieht generell schlecht aus und auch der Fernseher gibt nur selten ein Bild von sich. Das sollte jedoch keinesfalls ein Nachteil sein. Befreit vom technischen Entertainment hat man hier somit die Chance mal richtig abzuschalten, Qualitätszeit mit der Familie zu verbringen und die Natur zu erkunden. Quasi ein auferzwungener Digital Detox – der uns sicher allen gut tut.

Meine persönlichen Highlights

Wie ihr euch schon denken könnt, gehörte die Führung zu meinem persönlichen Highlight. Sie war nicht nur super informativ sondern auch richtig witzig. Die Führung findet an jedem 1. und 3. Samstag im Monat für einen Unkostenbeitrag von 4€ pro Person statt. Neben interessanten Fakten werden euch ebenfalls Käse und Wurst kredenzt.

Und wenn ihr einmal in der Region seid, solltet ihr unbedingt den Fledermaus-Rucksack ausprobieren. Dieser enthält neben einigen Infos auch eine Taschenlampe und einen Fledermausdetektor. Mit diesem Equipment könnt ihr bei einer coolen Nachtwanderung verschiedene Fledermaus-Arten aufspüren, beobachten und sogar belauschen! Ein Erlebnis der besonderen Art.

Wie ihr seht, lohnt sich ein Besuch auf der Ziegenalm allemal. Doch so ein Besuch lohnt sich übrigens nicht nur im Sommer. Ein echter Geheimtipp ist der Februar, denn zu diesem Zeitpunkt kommen fast täglich süße Ziegenlämmer auf die Welt.

Und jetzt seid ihr dran. Wann wann geht es für euch auf die Ziegenalm?

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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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