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Der Weihnachtsmarkt der Wünsche auf der Leuchtenburg

Die Vorweihnachtszeit umgibt immer ein ganz besonderer und magischer Zauber. Sie wird nicht umsonst als schönste Zeit des Jahres bezeichnet. Überall glänzt, glitzert, leuchtet und duftet es verführerisch. Wenn die Thüringer Weihnachtsmärkte wie zum Beispiel in Weimar, Erfurt, Altenburg, auf der Wartburg oder auch der Geraer Märchenmarkt ihre Pforten öffnen, können es nicht nur leuchtende Kinderaugen kaum erwarten, in die wunderschöne und schillernde Weihnachtswelt einzutauchen.

Leuchtenburg, Weihnachtsmarkt der Wünsche

Fährt man mit dem Auto bis nach Seitenroda, das sind gerade einmal etwa 18 km von Jena entfernt, hat man dann zu Fuß den kleinen Anstieg am Fuße des muschelkalkweißen Burgbergs erklommen und das schwere hölzerne Tor durchschritten, eröffnet sich einem auf einer Höhe von etwa 400 Metern, genau diese Welt beim Weihnachtsmarkt der Wünsche auf der Leuchtenburg.

Genau dort und in vorweihnachtlicher Stimmung habe ich mich mit Doreén Reifenberger, der Keramikdesignerin von Loop aus Erfurt, verabredet.

Weihnachtsmarkt der Wünsche, Leuchtenburg

Wir finden uns wieder in dem fast 1000 Jahre alten Burgensemble, dessen großer Innenhof sich in einen winterlichen und duftenden Weihnachtsmarkt verwandelt hat. Wir können uns kaum satt sehen an den kleinen Häuschen, die liebevoll mit Sternen, Lichterketten, historischen Weihnachtsmotiven und Tannengrün dekoriert sind. In den kleinen, gemütlich beleuchteten Holzhütten gibt es die wunderschönsten Dinge zu bestaunen und zu erstehen. Handgefertigte Waren von Kunsthandwerkern aus ganz Thüringen. Wie zum Beispiel Spielzeug vom Spielmannshof Seitenroda, Schmiedekunst von der Eisenherz Schmiede, und noch vieles mehr. Natürlich gibt es auch kulinarische Köstlichkeiten, wie Wurst, Käse und süße Leckereien. Besonders um die Spielzeuge und Spiele hat sich eine Traube aufgeregter Kinder gebildet, die ihren Eltern erklären, warum das kleine Auto oder das hölzerne Ritterschwert unbedingt mit nach Hause muss.

Weihnachtsmarkt der Wünsche, gebrannte Mandeln

Wir lassen uns von Hütte zu Hütte treiben, begleitet vom Duft nach gebrannten Mandeln, schokolierten Früchten, Käse, Wurst, Köstlichkeiten vom Grill und wunderbar wärmendem Glühwein und genießen diesen zauberhaften Winterabend. Aus einer Tür der alten Gemäuer dringt der Geruch von köstlichem Gebäck sowie fröhliches Kinderlachen nach draußen. Die moderne Porzellanlounge mit Talblick im Inneren, ist zu einer Weihnachtsbäckerei der Familie Kurze geworden. Von Oma, Opa bis zu den Kindern hilft jedes Jahr immer die ganze Familie mit.

Plätzchen Leuchtenburg, Weihnachtsmarkt der Wünsche

Wo sonst das Besucherzentrum ist, verzieren nun Kinder – mit leuchtenden Augen und schokoladigen Händen – ihre ausgestochenen Sterne, Monde, Herzen, Rentiere und Schneeflocken, während sich ihre Eltern bei hausgemachtem Blechkuchen und einer Tasse Kaffee entspannt von der Kälte des Winters aufwärmen. Auch wir können dem Duft nicht widerstehen, genießen ein Stück hausgemachten Pflaumenkuchen und erfreuen uns an den Ausstech- und Dekorationskünsten der Kinder.

Der Weihnachtsmarkt der Wünsche auf der Leuchtenburg öffnete zum ersten Mal im Dezember 2015 seine weihnachtlichen Tore. Er wurde von den weiblichen Mitarbeitern der Leuchtenburg liebevoll ins Leben gerufen. Wir laufen über den Markt und merken gleich, dass er anders ist als die klassischen Weihnachtsmärkte. Genau das lag den Damen am Herzen, denn sie wollten sich von anderen Märkten abheben. Weshalb die Stände auch keine klassischen Verkaufsstände sind, sondern zum Entdecken, Leben und Mitmachen einladen. So kann man unter Anderem zusehen, wie das Holz für ein Ritterschwert vorbereitet wird oder kann zusammen mit Kerstin Fischer, der Gärtnerin der Burg, Mistelzweige mit einem rotem Band zu hübschen Sträußchen binden.

Mistelzweig Leuchtenburg

Sie erzählt uns ganz nebenbei auch noch noch spannende Geschichten wie zum Beispiel, dass es ohne die Misteldrossel, welche Mistelsamen frisst, sich auf einem Baum erleichtert und daraus die Misteln wachsen, gar keine Mistelzweige geben würde. Dann ist sie schon wieder dabei, fröhlich ihre roten Schleifchen zu binden.

Doch auf dem mittelalterlichen Markt gibt es noch so vieles mehr zu erleben. So lauschen wir stimmungsvoller Weihnachtsmusik und sehen uns liebevoll inszenierte Theaterstücke an. Wir beobachten Kinder, die mit strahlenden Augen die kuscheligen Zicklein in der hauseigenen Weihnachtskrippe streicheln, auf den Rücken von kleinen Ponys die Umgebung der Burg erkunden und sind ganz fasziniert von den Geschichten im originalen Schattenkino aus den 20er Jahren. Wir bestaunen Thüringens erste Porzellankirche, gönnen uns dort ein wenig Ruhe und genießen die Besinnlichkeit. Wenn man etwas Zeit mitbringt, kann man sogar noch die Porzellanwelten besuchen, eine absolut sehenswerte Dauerausstellung zur Geschichte des Porzellans. Die sollte man sich auf gar keinen Fall entgehen lassen, denn der Eintritt dafür ist schon im Preis für den Weihnachtsmarkt enthalten.

Nach all den weihnachtlichen Erlebnissen und Erkundungen kriecht nun langsam die Kälte in unsere Mäntel und dicken Wollschals. So kehren wir kurzerhand in die gemütliche mittelalterliche Dorfschenke ein, lassen uns an den schweren Holztischen nieder, genießen den Blick ins Saaletal und die duftenden Köstlichkeiten der Thüringer Küche.

Leuchtenburg Dorfschenke

Leuchtenburg Burgschänke

Doch warum heißt der Markt eigentlich Weihnachtsmarkt der Wünsche? Das Geheimnis lässt sich ganz einfach lüften, denn man sollte sich auf gar keinen Fall auf den Heimweg begeben, ohne seinen Herzenswunsch zu hinterlassen. Auch wir verlassen die Burg nicht, ohne einen Wunsch mit unsichtbarer Schrift auf einen Porzellanteller zu schreiben. Wir schreiten den Skywalk der Wünsche entlang und lassen am Ende des Stegs unseren Wunschteller aus 20 Meter Höhe in die Tiefe fallen. Zerschellt der Teller am Berg, soll der Wunsch in Erfüllung gehen, denn „Scherben bringen Glück“, so ein uraltes Sprichwort. Wir könnten noch ewig auf der Leuchtenburg verweilen. Doch wenn es spät wird, die großen Holztore schließen, man sich auf den Weg hinab ins Tal begibt, mit glänzenden Kinderaugen und roten Wangen, einem Weihnachtslied im Ohr und dem Duft von Mandeln und Gebäck in der Nase noch einmal auf die beleuchtete Burg zurückblickt, dann hat sie endlich begonnen. Die schönste Zeit des Jahres.

Hier findet ihr die Öffnungszeiten und Eintrittspreise:

Weihnachtsmarkt der Wünsche 2018:

08./09.12.2018 11.00-18.00 Uhr

15./16.12.2018 11.00-18.00 Uhr

Eintritt: Erwachsene 7€, Kinder Eintritt frei. Der Besuch der Porzellanwelten ist im Preis enthalten.

Adresse
Leuchtenburg Dorfstraße 100
07768 Seitenroda

Anfahrt: mit Auto möglich

Wenn ihr gerne mehr von mir lesen möchtet, freue ich mich, wenn ihr auf meinem Blog vorbei schaut.

TIPPS FÜR DEINE URLAUBSPLANUNG AUF THUERINGEN-ENTDECKEN.DE

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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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