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Auf Bauhaus-Kurs in der Leuchtenburg

Es ist ein kühler, aber sonniger Tag. So langsam bekommt man wieder Lust, die Gegend zu entdecken: Der Frühling ist da!

Als erstes verschlägt es mich in die Erlebniswelt „360Grad Thüringen Digital Entdecken„. Ihr findet sie in Erfurt direkt gegenüber vom Bahnhof.
Tipp: Solltet ihr nicht so richtig wissen, wohin es euch zieht, fangt hier mit eurer Suche an. Es gibt einen KuKa-Roboter und tolle VR-Brillen, die euch ganz sicher inspirieren werden. Außerdem sind die MitarbeiterInnen top informiert und helfen euch zielsicher und gerne weiter.

Als Bauhaus-Studentin interessiert mich natürlich das diesjährige Jahresthema: Das Bauhaus feiert sein 100-jähriges Gründungsjubiläum. Es gibt zahlreiche Events und hochkarätige Ausstellungen. Nachdem ich jahrelang in Weimar gewohnt habe, kenne ich mich mit dem Bauhaus natürlich aus. Was ich aber noch nicht wusste: Man findet es auch an Orten, die man nicht vermutet hätte…

Wer hätte das gedacht? Auf der Leuchtenburg in Seitenroda (ganz in der Nähe von Jena) findet eine Sonderausstellung „Die neue Formenwelt – Design des 20. Jh. aus der Sammlung Högermann“ statt. Ab dem 1. April bis zum 31. Oktober könnt ihr hier grandiose Sammlerstücke entdecken.

Aber zuerst machen Dominik, unser Social Media Manager, und ich uns auf den Weg. Nur 50 Minuten dauert die Autofahrt von der Erlebniswelt in Erfurt. Perfekt!
Unterwegs hat man einen tollen Blick auf die Leuchtenburg. Wusstet ihr schon, dass die Burg im Laufe ihrer Geschichte bereits als Wehranlage, Jugendherberge, Gefängnis und Hotel genutzt wurde?

Nach der Ankunft werde ich freundlich von Juliane aus dem Marketing-Team begrüßt. Sie gibt mir heute einen exklusiven Einblick hinter die Kulissen – eine richtige Sneak Peak – damit ich für euch schonmal die Ausstellung auskundschaften kann 😉 Als erstes frage ich sie nach dem Namen „Leuchtenburg„: Die Festung befindet sich auf einem Muschelkalkfelsen. Früher wurde das ganze  Gelände kaum bepflanzt, um eventuelle Angreifer schon früher zu sehen – und daher hat die Burg geleuchtet! Heute sieht es dagegen schon viel bunter aus: Momentan ist das gesamte Gelände zum Frühlingszauber dekoriert.

Es ist traumhaft schön hier! Wir befinden uns auf einer bepflanzten Schaukel – umgeben von vielen bunten Blüten.

Nun machen wir uns auf den Weg in die obere Etage zur Bauhaus-Ausstellung. Hierzu gibt es eine schöne Geschichte: Die komplette Sammlung des Design-Experten Dieter Högermann gelangte verpackt in 1100 Bananenkisten auf die Leuchtenburg! Studenten der Museologie halfen dabei, die Sammlung auszupacken. Somit bestand die Möglichkeit, die bisher noch nie gesehenen Design-Schätze auszustellen. Besonders spannend: Zwischen den Objekten befanden sich auch persönliche Gegenstände und Briefe, wie Juliane mir verriet.

Die Chance lass‘ ich mir natürlich nicht entgehen und packe erst einmal mit an – da fühle ich mich fast, als wäre ich dabei gewesen.

Nun schaue ich mir die Ausstellung an. Es gibt sechs verschiedene Bereiche, die jeweils ein eigenes Thema haben: Von den Pionieren der Moderne, den 1930er/40er Jahren, über die 1950er und 60er hin zu der jungen Form der 1970er/80er Jahre ist alles dabei. Bevor ich mich den Ausstellungsstücken zuwenden kann, habe ich mich schon direkt verliebt – in die tollen, unverputzten Wände, die den Objekten gleich eine tolle Atmosphäre verpassen.

Im ersten Raum werden euch sechs tolle Bauhaus-Künstler präsentiert. Die Porzellankunst hat im letzten Jahrhundert nach und nach einige Elemente des Bauhaus-Stils übernommen, so zum Beispiel die hallesche Form:

Die Objekte sind wirklich wunderschön und ich wandere beeindruckt durch die Ausstellung. Der Umfang der Sammlung ist wirklich enorm! Viele Bauhaus-Namen begegnen mir hier erneut: Trude Petri, Marguerite Friedlaender, Walter Gropius, Gerhard Marcks und viele mehr. Es Rundgang lohnt sich! Auch für die Kleinen ist was dabei: Im Flur gibt es eine Kinderecke zum Spielen und Basteln. Und auch für die Erwachsenen gibt es viel Spaß und Spannung: eine Hör-und Fernsehstation warten mit tollen Eindrücken auf euch.

Högermann sammelte nicht nur Porzellan, auch andere Objekte könnt ihr euch anschauen. Ich interessiere mich besonders für diese handliche Kamera:

Im Anschluss muss ich natürlich noch die tolle Ausstellung „Porzellanwelten“ sowie den „Steg der Wünsche“ besuchen. Wusstet ihr, dass sich der Bauhaus-Einfluss auch im Steg der Wünsche und in dem Besucherzentrum zeigt? Da sieht man es mal wieder: Wir Bauhäusler haben überall unsere Finger im Spiel 😉

Hier kann man einen Porzellanteller mit unsichtbarer Schrift mit einem Herzenswunsch versehen. Im Anschluss wirft man diesem vom Steg herunter – und die Scherben bringen Glück. Besonders schön: Einige Wünsche kann man sich, bevor man seinen eigenen Teller beschriftet, anschauen.

Mir bringen die 30 Meter Höhe leider nur einen physikalischen Zufall: Mein Teller bleibt ganz! Juliane tröstet mich mit der logischen Erkenntnis, dass mein Teller ja durch die anderen definitiv noch kaputt gehen wird. Mein Wunsch hat also noch eine Chance 😉

Ich hatte einen wunderschönen, erlebnisreichen Tag auf der Leuchtenburg. Kommt vorbei zu dieser besonderen Ausstellung und erlebt neben beeindruckender Porzellankunst auch eine atemberaubende Burg!

Öffnungszeiten der Leuchtenburg:

Sommer: (April – Oktober) täglich 9-19 Uhr

Winter: (November – März) täglich 10-17 Uhr

TIPPS FÜR DEINE URLAUBSPLANUNG AUF THUERINGEN-ENTDECKEN.DE

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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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