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Stadtschlendern in Erfurt – Tipps für ein perfektes Wochenende

Torsten: Und damit möchte ich vom Dienstag der Fête de la Musique zu den weiteren Highlights unserer Reise einschwenken, denn diese waren ein weiterer Grund für unseren Besuch im Thüringischen. Wenn wir auch die drei Tage nicht unmittelbar aneinander erlebt haben, waren sie ein fantastisches Zusammenspiel zwischen musikalischen, touristischen und kulinarischen Höhepunkten.

Heike: Oh ja, das war es. Ich erinnere mich an dieses dauerhafte Völlegefühl. Mein Herz war bis zum bersten gefüllt mit musikalischen Höhepunkten: Von Mrs. Frizzle, Clueso und Crepes Sucette und mit kulinarischen Höhepunkten, die mir immer noch den Mund wässrig machen. Zu guter Letzt die erlebten Höhepunkte einer quirligen, lebens- und sehenswerten Stadt, die uns zum Bummeln und Genießen einlud. 

Mrs Frizzle auf dem Fischmarkt Erfurt

Alltag raus, Urlaub rein

Torsten: Zunächst machte ich mich von Dresden auf nach Erfurt, wo mich meine beiden Lieblinge am Erfurter Hauptbahnhof in Empfang nahmen. Nicht nur bei mir zu Hause in Dresden, sondern auch in Erfurt glühte die Sonne heute kompromisslos. So dass der erste Halt beim italienischen Dealer für hervorragendes Eis sein musste! Eiskaffee, Eisschokolade und Pinocchio für den kleinsten Zweikanal versuchten uns Erfrischung zu vermögen.

Heike: Im Sommerkleidchen und mit Strohhut bestückt erwarteten wir dich am Bahnhof. Wir Erfurt-Liebende, ausgestattet mit einem großen grünen Herzen, freuten uns unermesslich auf diese Tage. Bedeutete es für uns doch so viel. Ich war so gespannt darauf, dir mein Erfurt zu zeigen. Wer kennt diese Situation nicht: Stellt sich Besuch in der Heimat ein, ist man voller Vorfreude, die schönsten Ecken und geheimsten Geheimtipps mit den Newbies zu teilen. 

Torsten: Unsere Herberge für die Nacht: das Topgastgeber Hotel Zumnorde. Zentral, aber trotzdem etwas charmant versteckt in einer Seitengasse gelegen, empfing man uns mit offenen Armen. Und überhaupt, egal an welchen Orten wir uns an diesen beiden Tagen aufhielten, wir wurden immer mit großer Freundlichkeit empfangen. Und das machte dem Sachsen (also mir) Spaß und schaffte ein Fundament für unsere Entdeckungen in Erfurt.

Hotel Zumnorde

Geschmackserlebnis der Extraklasse

Frisch geduscht und in legere Schale geworfen, begaben wir uns nun auf Essenssuche. Dabei sind wir auf das Restaurant Kromers, welches sich in der Straße Kleine Arche befindet, gestoßen.

Kromers Erfurt

Das man uns in dem Moment unseren Essenswunsch von den Augen ablesen konnte, möchte ich nicht gleich sagen, aber so ähnlich fühlte es sich an, denn im Kromer`s wartete ein deftiges, mit allerlei Raffinessen gespicktes, Dinner. 3 Gänge standen auf dem Plan und die hatten es in sich!

Nach den Krebsen in der Spargelcremesuppe als Aperitif, schwamm bei Heike ein Zanderfilet auf Reis heran und bei mir setze ein Kaninchen im Speckmantel, an jungen Kartoffeln, zum Sprung an. Zum Zunge schnalzen, denn das war genau das Richtige für meinen Hunger. Unser kleinster Zweikanal stürzte sich indes auf die viel umjubelten Nudeln. Ein Waldmeisterparfait mit Schokokuchen und allerlei Fruchtigem drum herum rundete für uns den kulinarischen Teil des Abends ab.

Hauptspeise Kromers

Ich in jedem Fall kann euch ein Besuch in Kromer`s nur ans Herz legen und mit seiner etwas versteckten Lage gilt das Kromer`s sicherlich noch als Geheimtipp durch.

Und was mein Magen vorm Essen zu leer war, war er nun zu voll. Es musste ein Verdauungsspaziergang her. Aber dazu müsste meine Heike eine Kleinigkeit ausführen, denn ich bin mir nicht ganz sicher, welche Stellen wir an diesem Abend zu Fuß abliefen. Die Krämerbrücke allerdings, hatte ich sofort erkannt.

Wahrzeichen und Spielplätze

Heike: Ok, der Pass kam an. Ich helfe dir gern auf die Sprünge, warst du doch etwas gehandicapt angesichts deines prall gefüllten Magens. Unser Verdauungsspaziergang führte uns am Erfurter Hochzeitshaus vorbei über die Marktstraße Richtung Fischmarkt. Dieser Platz, gespickt mit viel Historischem, wie dem neogotischem Rathaus, dem Haus zum Roten Ochsen, in welchem sich die Kunsthalle befindet, dem Haus zum Breiten Herd, in dem man wunderschön italienisch essen kann und vielem mehr, lädt einfach zum Verweilen ein. Am Dienstag zur Fête spielten auf diesem eindrucksvollem Platz die Band Mrs. Frizzle auf, zum Freitagabend konnten wir nun dort den sanften Klängen eines Klavierspielers lauschen. Nach diesem kurzen Innehalten folgten wir den Touristen und Einheimischen Richtung Krämerbrücke. Uns zog es diesmal aber nicht auf, sondern hinter die Krämerbrücke.

Krämerbrücke

Ich sage nur: SPIELPLATZ!!! Zu dieser vorgerückten Stunde tummelten sich nur noch wenige Kinder. Wir hatten trotzdem unseren Spaß und traten beseelt von Schaukel- und Kletterabenteuern den Weg ins Hotel an. Dieser Weg führte uns dann natürlich über die Krämerbrücke. Dort bekamen wir dann auch noch mal ein kleines musikalisches Stelldichein von zwei Musikern, die es sich mit ihren Gitarren auf der Brücke gemütlich machten. Wir setzten uns ebenfalls ein paar Minuten. 

Historisches Erfurt

Torsten: Einer erholsamen Nacht folgte ein reichhaltiges kontinentales Frühstück. Es blieben keine Wünsche am Buffet offen.

Als erstes hatten wir den Erfurter Dom St.Marien ins Visier genommen. Als Wahrzeichen Erfurts und Zeitzeuge großer geschichtlicher Ereignisse thront diese Kathedrale wie ein mächtiger und unerschütterlicher Herrscher über Erfurt. Hier empfiehlt es sich einen Moment lang inne zu halten und sich der Geschichte des Doms intensiver zu widmen.

Dom und Severikirche Erfurt

VLUU L110 / Samsung L110

Dom von Innen mit prachtvollen Fenstern

Was ich an dieser Stelle einfach mal hervorheben möchte, ist die hohe Dichte an historischen Gebäuden, an Kirchen, Lebensorten bekannter deutscher Gelehrten und ausgesprochen lieblichen Kneipen. Quasi in direkter Nachbarschaft geben sich besagte Orte die Balken von Fachwerk zu Fachwerk weiter und es ist wirklich alles in kürzester Zeit per Fuß zu erreichen. Natürlich zähle ich dazu auch die unzähligen Restaurants unterschiedlichster kulinarischer Ausrichtung, wie zum Beispiel das EAT, ein Soulfood-Restaurant an der Pilse 7.

Denn das war unser nächster Haltepunkt und in gut 15 Minuten vom Dom bequem zu Fuß erreichbar. Mittag!

Lunch ist nicht gleich Lunch

Das EAT Restaurant ist wiederum eine nicht ganz leicht zu findende Location, gelegen in einer Seitenstraße des Angers. Wir huschten schnell hinein und wichen somit günstiger Weise dem einsetzenden Regen aus.

Die Atmosphäre im hip eingerichteten Lokal sprach mich sofort an. Wie bei einem Besuch bester Freunde empfing uns der Herr des Hauses, wechselte mit uns ein paar freundliche Worte und stellte uns erst einmal ein Radler auf den Tisch. Durstlöschen war gerade bitter nötig!

Nach einem kurzen Blick ins Menü entschieden wir uns übereinstimmend für einen kleinen Streifzug quer durch die ganze Speisekarte. Während sich Klein-Zweikanal über die in etwas Zimt geschwenkten Pommes hermachte, wurde uns nach kurzer Zeit holländische Bitterballen, ein Rotkrautsalat, Pulled Pork von einheimischen Rindern aus Oberweißbach, Pasterami und Mini Spare Ribs serviert. Uns lief buchstäblich das Wasser im Mund zusammen. Es war ein Gedicht, pflege ich bei diesen Gaumenfreuden immer zu sagen.

So lecker wie es auf den Bildern aussieht, hat es auch geschmeckt!

Es war wirklich ein überragendes Mittagessen im EAT. Wenn ich eine Empfehlung aussprechen müsste und das fällt durchaus schwer, würde ich euch das Pulled Pork empfehlen.

Heike: Und ich fand die kalt-/warme Tomatensuppe und die holländischen Bitterballen am leckersten. Ein absolut neues Geschmackserlebnis.

Uns bleibt nur, danke zusagen, für diese Gaumenfreuden, wir kommen sicher wieder!

Auszeit im Garten

Der Garten des EGA Geländes war der letzte Punkt unserer touristischen Ziele an diesen beiden Tagen. Perfekt für ein kleines Päuschen auf einer gepflegten Wiese unter alten Eichen. Im Gepäck hatten wir einem vollausstaffierten Picknick Korb, sodass die Pause auch durchaus hätte länger gehen konnte.

Egapark Erfurt

Auch wenn wir den ganzen egapark Erfurt an diesem Nachmittag nicht geschafft haben abzulaufen, stellten wir in einigen Bereichen der Gartenarchitektur „Brückenbauten“ fest. Keine wirklichen Brücken, sondern Brücken von der Vergangenheit in die Gegenwart. Lud der moderne Spielplatz mit seinen vielen Rutschen, Wasserbecken und Holzbauten alle Kinder herzlich ein, in ihm den ganzen Tag zu verspielen, fristeten im Gegensatz dazu betagte Gewächshäuser aus Stein ihr altmodisches Dasein. Diese Zeitzeugen längst vergangener Tage hatten viel vom ihrem einstigen Charme verloren und doch gehören sie zum kulturellen Erbe der Stadt.

Der kleinste Zweikanal, von Wasserbecken zur Schaukel und wieder zurück pendelnd, nahm davon aber keine Notiz. Wir genossen ihren Entdeckersinn und machten bis zum frühen Abend jegliches Klettergerüst und die unheimliche Erdbeerburg unsicher.

Spielplatz im Egapark

Spielplatz im Egapark

Zum Abend hin verabschiedeten wir uns vom egapark Erfurt mit dem Versprechen, wiederzukommen und dann sicher auch tiefer in das Gartenparadies vorzudringen.

Damit waren wir am Ende der Zielgraden von diesen drei wundervollen Tagen angelangt und ich möchte ein Fazit ziehen:

Mehr braucht es nicht

Heike: Als Thüringerin hängt mein Herz sowieso an diesem wunderschönen Bundesland. Wenn man es ab und an abseits von jeglichem Alltagsstress erlebt und einfach einmal Urlaub in der Heimat macht, wird man endlich sehen, was wir für ein Glück haben, hier leben zu dürfen.

Und jetzt seit Ihr dran. Was sind eure Geheimtipps für einen Kurzurlaub in Erfurt?

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