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6 besondere Orte im Thüringer Schiefergebirge

Für mich galt das Thüringer Schiefergebirge bisher als weißer Fleck auf der Landkarte. Nach meinem Besuch weiß ich nun, er ist grün, denn die Region ist sehr bewaldet. Damit du bei deiner nächsten Urlaubsplanung den Wald vor lauter Bäumen nicht verfehlst, verrate ich dir nun sechs interessante Locations im Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale:

1.Klein-Großstadtflair in Saalfeld

Saalfeld an der Saale ist mit rund 25.000 Einwohnern wahrlich keine Metropole, aber sie ist die größte Stadt im Thüringer Schiefergebirge und damit Anziehungspunkt für die Menschen aus der näheren Umgebung. Ich schlendere durch die Straßen des historischen Stadtkerns und verbringe etwas Zeit auf dem gemütlichen Marktplatz.

Saalfeld Innenstadt

Auch die nicht weit entfernten Saalfelder Feengrotten mit Tropfsteinen und schillernden Seen, werden mir als Ausflugsort empfohlen. Laut Guinnessbuch der Rekorde sind das sogar die farbenreichsten Schaugrotten der Welt!

Feengrotten Saalfeld

Klassischer Auf-die-Hand-Snack ist das Rostbrätel, ein Steak auf Brötchen mit Zwiebeln – nicht zu verwechseln mit der bekannten Thüringer Rostbratwurst. Ich habe mir sagen lassen, dass es das beste Rostbrätel bei „Mannheims“ gibt, dem bekanntesten und sogar preisgekrönten Metzger der Stadt. Schmeckt deftig-lecker und geht für 2,60 Euro auch mal zwischendurch. Kleiner Tipp für alle, die sich doch für Thüringer Rostbratwurst entscheiden und nicht gleich als Auswärtiger erkannt werden wollen: „Don’t ketchup your bratwurst!“. Als Thüringer isst man sie standesgemäß mit einem Klecks Senf bzw. ohne alles. Doch egal wie, guten Hunger!

2. Wo die Riesen den Drachen versenkten

Wer wie ich die Natur liebt und sich gerne an der frischen Luft bewegt, der kommt im Schiefergebirge auf jeden Fall auf seine Kosten. Die Gegend ist bekannt für verschiedene Wanderwege: einer davon führt mich zum Drachenschwanzblick.

Wanderung zum Drachenschwanzblick

Auf und ab geht es auf dem Rundwanderweg des Hohenwarte-Stausees. Gut ok, am Ende des Tages werden es nicht die kompletten 75 Kilometer entlang des sogenannten Thüringer Meers sein, doch am Abend spüre ich trotzdem, dass die Wanderung ein ganz schönes Höhenprofil hat. Ich wandere entlang der ehemaligen Landstraße von Altenroth nach Drognitz, die mich durch eine wunderschöne Landschaft führt. Nach jeder Kurve eröffnet sich mir ein neuer Blick auf die beeindruckende Landschaft aus Wasser, Berg und Wald. Das Highlight der Tour ist der Drachenschwanzblick. Einer Legende nach soll hier einst ein großer Drache gehaust haben, der von Riesen getötet wurde. Er verendet und das einzige, was noch aus dem Wasser ragt ist der Drachenschwanz.

3. Kulinarische Hexerei

Eingebettet im Loquitztal, zwischen bewaldeten Bergen und tiefgrünen Wiesen, liegt der kleine Ort Probstzella. Die Druidenkuppe, eine mächtige Gesteinsformation, thront über ihm und birgt so einige Sagen und Mythen. Hier ist die Kräuterhexe Antje Pabst zu Hause. Sie hat zwar nicht schwarz-krauses Haar und reitet auch keinen Besen, dennoch produziert sie in ihrem Wildkräuterladen „Druidenstein-Werkstatt“ wundersame Dinge.

Druidenwerkstatt

Ob Schlehenlikör, Fichtenspitzensirup oder Zwiebel-Johannesbeer Relish, die Kräuterhexe experimentiert gerne mit den Zutaten der Natur und trifft damit den Geschmack ihrer Kunden. Kein Wunder, denn alles wird persönlich sehr sorgsam ausgewählt und liebevoll herstellt.

Dieses Jahr hat sie aufgrund des vielen Regens etwas Pech bei der Holunderblüten-Ernte. Glücklicherweise ist der spätere Sirup bis zu zwei Jahre haltbar, so dass es zu keinen Lieferengpässen kommt. Vom Sammeln im Thüringer Wald bis zum fertigen Glas im Kräutershop dauert es rund zwei bis drei Tage. Die Zutaten werden gesammelt, geputzt, abgetropft, aufgekocht und anschließend zwei Tage im eigenen Sud ziehen gelassen, dazu eine Prise Magie und fertig ist das kulinarische Glas voller Natur!

4. Das märchenhafte Schloss Burgk

Heute bin ich immer noch am Thüringer Meer mitten im Schiefergebirge, aber diesmal am Bleilochstausee. Die „Bleiloch“ ist sogar der größte Stausee in ganz Deutschland! Hoch oben über der Saale liegt erhaben Schloss Burgk.

Schloss Burgk an der Saale

Beeindruckt stehe ich an der Festungsmauer und stelle mir vor, wie einst die Adelsleute auf diese wundervolle Landschaft schauten und es sich haben gut gehen lassen. Auch ich lasse meinen Blick über die Saale schweifen und male mir aus, wie die Fürsten und Ritter die neuzeitliche Staumauer bewundern würden.

Schloss Burgk

Ich schlendere durch den Sophienpark mit Rokoko-Pavillon und bin verzaubert von der mystischen Stimmung an diesem Tag. Die Wolken hängen tief und der Nebel zieht um die Schlossmauern. Gleich nach dem Eingang des Gebäudes, hinter einer Scheibe, entdecke ich einen mumifizierten Hund. Ich bin fasziniert von diesem Ort und bin mir sicher, dass ich an einem anderen Tag ganz neue Eindrücke gewinnen würde. Es muss ja immer einen Grund geben mal wieder zu kommen.

5. On Tour mit der Naturführerin Franziska Jacob

Wer nicht nur die Natur genießen, sondern auch Einblick in die Besonderheiten der Region haben möchte, dem empfehle ich eine Wanderung mit der Landschafts- und Naturführerin Franziska Jacob. Sie kennt sich in ihrer Heimat bestens aus und führt mich zu ihren schönsten Punkten.

Franziska Jacob Wanderung

Es ist toll, überall plätschern Bergbäche und es duftet nach Fichtenwald. Auf unserer Wanderung im westlichen Schiefergebirge zeigt mir Franziska seltene Flechten und Pilze und den bekanntlich giftigen, aber wunderschönen, Fingerhut.

Franziska Jakob Schiefergebirge

Sie erzählt mir von ihrem Vorhaben am Abend einen Kuchen mit den auf der Tour gesammelten Blaubeeren zu backen. Wie lecker!

6. Schief oder Schiefer?

Der Name des Schiefergebirges kommt nicht von Ungefähr. Hier wurde das „Blaue Gold“ Jahrhunderte lang abgebaut, was man an der Architektur der Häuser gut erkennen kann. Ich laufe durch die Orte und bin beeindruckt vom Charme, der durch die charakteristische und urige Bauweise entsteht.

Schieferhäuser im Schiefergebirge

Eine typische Schiefergebirgsstadt ist Lehesten. Bis in die 1990er Jahre wurde hier das Gestein abgebaut, was dazu führte, dass Schiefer bis heute jedes Haus schmückt. Zwar erscheint es auf den ersten Blick etwas dunkel, doch sobald ein Sonnenstrahl auf die Verkleidung trifft, beginnen die Schiefer magisch zu funkeln.

Schieferhäuser im Schiefergebirge

Da fällt es nicht schwer ein tolles Fotomotiv zu finden.

Und jetzt bist du dran: Kennst du ein paar der Locations, die man unbedingt im Schiefergebirge besuchen sollte?

Der Artikel ist in Zusammenarbeit mit Jan von Deutschlandjäger und Thüringen Tourismus entstanden. 

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Dieses Projekt wird von der Europäischen Union (EFRE) und dem Freistaat Thüringen (Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft) kofinanziert.

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