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Im strahlendem Lichte – das Reformationsjahr in Eisenach

Von unten krochen die Nebelschwaden den Berg hoch und von oben legte sich die Nacht über Eisenach. Doch die Wartburg stach auch noch in tiefster Dunkelheit hervor. Zum feierlichen Start des Reformationsjahres erstrahlte sie in herrlichem Rot und einer ausgeklügelten Lichtershow der Firma Nivre.

Lichtinstallation an der Außenwand der Wartburg zum Start des Lutherjahres

In hellstem Licht erstrahlt die Nacht

Noch vor Eintritt durch das Burgtor der Wartburg ging es bereits mit voller Wucht los. Ein an die Burgmauer geworfener Sekundenzähler startete den Countdown. 60… 59… 58… Nebenbei zierten Luthers Sprüche und Abbild die Wand und dann erleuchtete ein Zusammenschnitt von Bildsequenzen durch die Nacht. Sie spiegelten Luthers inneren Zwiespalt, aber auch Überzeugung, perfekt wieder: Feuer loderte, Federkiele kratzten über Pergament und Mönche predigten.

Dann ging es hinein in den Burghof, der mit roten Scheinwerfern und weißen Zeichnungen beleuchtet wurde. Das Highlight war eine stehende Installation, die Texte von Luther in Morsecode an Wände und die Wolkendecke über uns warf. Denn damals wie heute wird Luthers Wirken in die Welt hinausgetragen. Das zeigte sich auch in der anschließenden festlichen Veranstaltung im alten Saal.

Aus ganz Deutschland waren weltliche sowie kirchliche Vertreter angereist und sogar eine schwedische Bischöfin war anwesend. Die Reden handelten von der Bedeutung Luthers Schaffens, das auch heute noch nachwirkt. Aber auch von seinen Kehrseiten, denn Luther war nicht nur kirchlicher Revolutionär, sondern auch bekennender Antisemit. Gerade in Zeiten, in denen Berichte von Rassenhass durch die Medien gehen, durfte diese Seite der Medaille nicht verleugnet werden.

Morse-Lichtinstallation im Burghof der Wartburg

Das Reformationsjahr in den Straßen

Da der Tag vollkommen im Zeichen der Reformation im Allgemeinen und Luthers im Speziellen stand, wurde auch tagsüber ordentlich gefeiert. Der Anfang wurde mit einem mittelalterlichen Reformationsmarkt begangen, denn Märkte waren bekanntlich schon immer Orte von Zusammenkunft und gemeinschaftlichem Leben. Auf Märkten verbreiteten sich Gerüchte und Verkündungen und daher auch der Reformationsgedanke.

Und auch auf diesem Markt tummelte sich das Leben. Gänse schauten verdutzt, Feuer erhitzte deftige Suppen, und mittelalterliche Musik ertönte durch die alten Gassen. Es gab Brot, Kuchen, Wein und Schokolade – vor allem die Luther-Schokolade, die extra zur Feier kreiert wurde, ließ mir das Wasser im Munde zergehen.

Aber in der Stadt war noch viel mehr los zur Feier des Reformationsjahres. Es gab den feierlichen Martinsgottesdienst mit anschließendem Martinsumzug. Auch das Martin Luther Denkmal persönlich erhielt einen kleinen „Neuanstrich“, wurde doch um sie herum ein kleines Häuschen gebaut. So erhob er sich nicht mehr auf seinem Sockel, sondern stand plötzlich in einem Bett und eigenem Schlafzimmer. Eisenach hat sich definitiv einen tollen Einklang zum Reformationsjahr einfallen lassen. Ich bin gespannt, was noch kommt.

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Eine Antwort zu “Im strahlendem Lichte – das Reformationsjahr in Eisenach”

  1. Lea Lea sagt:

    Die Lichtinstallationen auf der Wartburg sehen sehr cool aus!

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